Sonntag, 05. April 2015

Päpstlicher Segen „Urbi et Orbi“

Der apostolische Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis), den der Papst am Ostersonntag spendet, ist eine der feierlichsten und weltweit bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Offiziell kennt die Kirche den Segen seit dem 13. Jahrhundert.

Feierliche Ostermesse.
Feierliche Ostermesse.

Seine lateinische Formel erinnert aber an die Antike, als Rom als Mittelpunkt der Welt galt. Damals bildete sich unter den Herrschern ein Reichsbewusstsein heraus, das die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleichsetzte.

Heute wird der Segen zu Weihnachten und Ostern erteilt sowie nach einer Papstwahl. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche selbst gespendet werden. Mit päpstlicher Erlaubnis können auch Kardinäle, Bischöfe oder Priester den Segen erteilen.

Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in gläubiger Haltung direkt in Rom aber auch am Radio oder am Fernsehen verfolgen. Auch deshalb ist der Segen sehr populär.

apa/dpa

stol