Freitag, 20. November 2015

Parcours mit Handicap: Das Leben von Kindern mit Beeinträchtigung

Einmal ausprobieren. Sich hineinfühlen. Viele nutzten die am Freitag auf dem Silvius-Magnago-Platz in Bozen gebotene Gelegenheit, im Rahmen der Sensibilisierungsinitiative des Arbeitskreises für Kinder- und Jugendrechte „Verroll’ di – spostati“, sich in die Lebenslage von Menschen zu versetzen, die nicht hören oder sehen oder gehen können.

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Foto: © STOL

Der Arbeitskreis für Kinder- und Jugendrechte hat am Freitag, am internationalen Tag der Kinderrechte, in Zusammenarbeit mit Organisationen und Vereinen wie „il sorriso - das Lächeln", AEB - Arbeitskreis Eltern Behinderter, das Blindenzentrum St. Raphael, die Lebenshilfe, die Sozialgenossenschaft HandiCar und den Elternverband Hörgeschädigter Kinder eine Sensibilisierungskampagne der anderen Art geboten.

Angelockt von der Musik der Band „MitEinAnders" haben viele Passanten, aber auch Landtagsabgeordnete und Kinder- und Jugendanwältin Paula Maria Ladstätter einen „Parcours mit Handicap" absolviert, eine - für manche alltägliche - Hindernisstrecke mit dem Rollstuhl zurückgelegt, Schallschutzköpfhörer oder eine Maske aufgesetzt und versucht, damit - für sie - alltägliche Dinge zu verrichten. Es war eine konkrete Möglichkeit, das Leben von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung besser zu verstehen.

Der Arbeitskreis „Kinder- und Jugendrechte", der bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft angesiedelt ist, setzt sich seit Jahren für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Jedes Jahr wird ein bestimmter Artikel der UN-Kinderrechtekonvention als Tätigkeitsschwerpunkt ausgewählt. Heuer liegt das Augenmerk auf Artikel 2, der besagt, dass kein Kind wegen seiner Behinderung benachteiligt werden kann. Artikel 23 fügt hinzu, dass behinderte Kinder und Jugendliche (geistig oder körperlich) das Recht auf möglichst vollständige soziale Integration haben.

stol

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