Samstag, 21. November 2015

Paris-Terror: Demos in Rom, Mailand und auch Bozen

In Rom und Mailand haben am Samstag Zehntausende Menschen gegen fundamentalistischen Terrorismus protestiert. „Terrorismus ist keine Religion“ und „Nicht in meinem Namen“ skandierte die Menge. Zu der Demonstration riefen die drei größten Verbände der muslimischen Gemeinschaften in Italien auf. Auch in Bozen gingen am Samstagnachmittag zahlreiche Muslime auf die Straße.

Vor dem Bozner Rathaus trafen sich am Samstagnachmittag Bozner Muslime um gegen den Terror zu demonstrieren. - Foto: DLife
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Vor dem Bozner Rathaus trafen sich am Samstagnachmittag Bozner Muslime um gegen den Terror zu demonstrieren. - Foto: DLife

Mitorganisiert wurde die Demonstration von Khalid Chaouki, einem Parlamentarier marokkanischer Abstammung. Unter den Teilnehmern befanden sich unter anderem Politiker, Künstler, Intellektuelle und andere Persönlichkeiten.

"Krebsgeschwür" des Fundamentalismus bekämpfen

Die Organisatoren riefen alle Bürger auf, das „Krebsgeschwür“ des Fundamentalismus zu bekämpfen. In Rom fand die Veranstaltung auf der zentralen Piazza Santi Apostoli statt, in Mailand auf der Piazza San Babila unweit des Doms.

Am Dienstag folgt eine Großdemonstration in Venedig anlässlich der Trauerzeremonie für die im Pariser Bataclan-Club ums Leben gekommene 28-jährige Venezianerin Valeria Solesin. Der Sarg Solesins traf am Samstag auf dem Flughafen Venedigs ein. Die Eltern des Opfers entschlossen sich zu einer öffentlichen Trauerzeremonie in der Markus-Basilika für ihre Tochter.

Auch Bozner sagen "Nein" zu Terrorismus und Stigmatisierung

Gegen eine Stigamtisierung als potentielle Terroristen und als generelles Zeichen gegen den Dschihadismus haben sich am Samstagnachmittag auch in Bozen zahlreiche Muslime zu einer Demonstration getroffen.

Auf den Bannern und Zetteln, die sie mit sich führten, stand die Botschaft "Not in my Name" - "Nicht in meinem Namen" geschrieben. Damit forderten sie, nicht generell mit den Terroristen des IS und anderer dschihadistischer Organisationen in einen Topf geworfen zu werden. Außerdem sprachen sie sich für einen stärkeren Dialog zwischen den verschiedenen Volks- und Religionsgruppen aus.

apa/stol

stol