Dienstag, 21. Juli 2015

Pegel des Po 7,3 Meter unter Normalwert gesunken

Norditalien droht eine Rekorddürre. Mit Sorge wird die Lage des längsten Flusses Italiens, dem Po, beobachtet, dessen Pegel bis zu 7,3 Meter unter Normalwert gesunken sind.

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In den norditalienischen Regionen, durch die der 652 Kilometer lange Fluss fließt, herrscht bereits seit Wochen Sorge wegen Wassermangel.

Ausbleibender Regen und nicht zuletzt defekte Wasserleitungen bescheren erhebliche Versorgungsengpässe. Befürchtet werden Zustände wie im Jahr 2003, als der Fluss ein historisches Tief erreicht hatte.

Eine Reihe von Flüssen, die in den Po münden, haben wegen ausgebliebener Niederschläge gravierende Wasserprobleme. Auch die Pegel des Comer Sees und des Lago Maggiore sind stark gesunken.

Landwirtschaft schwer betroffen

Der Wassermangel bedroht zudem die Agrarproduktion. Wasserrationierung und begrenzte Feldbewässerung drohen zum Alltag zu werden, warnte der Landwirtschaftsverband Coldiretti. Die Schäden für Italiens Landwirtschaft wegen der Rekordhitze in diesen Wochen bezifferte Coldiretti auf 200 Millionen Euro. Vor allem Obstbäume, Mais- und Gemüsefelder seien betroffen.

Auch bei der Milch- und Eierproduktion sei es zu Rückgängen gekommen, weil die Tiere von der Hitze schwer mitgenommen werden. Die Temperaturen im Juli lagen bisher im Schnitt um 3,7 Grad höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.

apa

stol