Freitag, 29. September 2017

"Pestizidtirol": Anzeige gegen Umweltinstitut und Autor

Paukenschlag im Streit um die Pflanzenschutzmittel in Südtirol: Wie aus Gerichtskreisen durchgesickert ist, hat Landesrat Arnold Schuler am Donnerstag Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Buchautor Alexander Schiebel, seinen Verlag sowie das Umweltinstitut München erstattet. Dies bestätigte Schuler dem Tagblatt "Dolomiten".

Das Plakat des Umweltinstituts München.
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Das Plakat des Umweltinstituts München.

Seit Monaten würden die heimischen Bauern „gezielt in ein falsches Licht gerückt“ und jetzt sei es „Zeit, ein Stopp-Schild aufzustellen“, begründet der Landesrat seinen Schritt.

Schiebel, der Verlag und das Umweltinstitut München müssen sich nun wegen übler Nachrede und Verbreitung von Falschinformationen zum Schaden der Südtiroler Landwirtschaft verantworten. 

Das Münchner Umweltinstitut hatte in Großplakaten die aktuelle IDM-Werbekampagne karikiert, unter anderem mit dem Titel: „Südtirol sucht saubere Luft. Südtirol sucht sich“ (STOL hat berichtet).

Für Unmut sorgte auch eine Aktion, bei der Radfahrer in Schutzanzügen und Atemschutzmasken im Burggrafenamt unterwegs waren (siehe eigener Bericht)

Alexander Schiebel ist Autor des umstrittenen Buches „Das Wunder von Mals“. Darin sei von „vorsätzlicher Tötung die Rede und dass Kinder sozusagen am Spielplatz vergiftet würden“, ärgert sich Landesrat Schuler.

D/bv/cu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol