Dienstag, 20. Dezember 2016

Polizei: Tot aufgefundener Pole steuerte Lkw nicht

Der Lkw, der auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist, wurde nach vorläufiger Einschätzung der Polizei nicht von dem Polen gesteuert, der tot im Fahrzeug gefunden wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen steuerte der Mann nicht den Lkw, als dieser in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren sei, hat die Polizei am Dienstag über Twitter mitgeteilt.

Der tot aufgefundener Pole steuerte den Lkw nicht.
Der tot aufgefundener Pole steuerte den Lkw nicht. - Foto: © APA/AFP

Ein Lkw mit polnischem Kennzeichen war auf den Weihnachtsmarkt direkt am Kurfürstendamm und an der berühmten Gedächtniskirche gefahren. Dabei wurden laut Polizei zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt. Nach dem Vorfall wurde in dem Lastwagen nach Polizeiangaben die Leiche eines polnischen Staatsbürgers gefunden. Ein Verdächtiger, der den Lkw auf den Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll, wurde festgenommen.

Kein Kontakt zu Fahrer

Der Besitzer des polnischen Lkw-Unternehmens hatte am Montagabend gesagt, dass er seit dem Nachmittag keinen Kontakt mehr zu dem Fahrer habe. Der leitende Speditionsmitarbeiter Lukasz Wasik sagte dem Internetportal money.pl, laut GPS-Daten des Lasters habe jemand das Fahrzeug am Montag mehrfach gestartet, obwohl es eigentlich bis zu seiner Entladung am Dienstag stehen bleiben sollte. „Es ist, als hätte jemand geübt, ihn zu fahren“, sagte Wasik.

apa/afp

stol