Donnerstag, 14. Juli 2016

Primar Ploner: "Wir werden behandelt wie der letzte Dreck"

Verärgert und frustriert über die Schließung der Sterzinger Geburtenabteilung zeigt sich Franz Ploner, der Primar für Anästhesie, Wiederbelebung und Schmerztherapie sowie ärztliche Leiter am Krankenhaus Sterzing, in einem "Dolomiten"-Interview. Am Donnerstagabend ist in Sterzing eine große Protestkundgebung geplant.

Nicht zum Lachen zumute, sondern verärgert und frustriert über die Schließung der Sterzinger Geburtenstation: Primar Franz Ploner.
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Nicht zum Lachen zumute, sondern verärgert und frustriert über die Schließung der Sterzinger Geburtenstation: Primar Franz Ploner. - Foto: © LPA

Die von der Landesregierung entschiedene Schließung der Geburtenabteilung am Krankenhaus Sterzing sei laut Primar Ploner nichts anderes als ein „Schlag ins Gesicht“. Vor allem deshalb, weil Sterzing die geforderten Sicherheitsstandards voll und ganz erfülle.

Voll Zorn erklärt Ploner die vom Land beschlossene Schließung mit den Worten: "Wir sind das letzte Kind, und als solches werden wir für das geopfert, was in dem System nicht funktioniert. Wir werden behandelt wie der letzte Dreck." 

Lichterketten um das Spital

Gegen die Schließung der Geburtenabteilung gibt es am Donnerstagabend ab 20 Uhr in Sterzing eine Misstrauernskundgebung. Die Teilnehmer bilden Lichterketten um das Spital. Wegen der Kundgebung werden Teile der Lahnstraße, der Gemeindestraße Sterzing-Thuins, der Thuiner Weg und die St.-Margarethen-Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt. 

jp

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Das gesamte Interview mit dem - verärgerten - Sterzinger Primar Franz Ploner lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol