Freitag, 16. August 2019

Pustertaler Staatsstraße: Derzeit mehrere Eingriffe

Für bessere Mobilität investiert das Ressort für Mobilität und Infrastruktur in Straße und Schiene. Allein die Pustertaler Staatsstraße wird durch mehrere Eingriffe auf Vordermann gebracht.

Derzeit gibt es mehrere Eingriffe auf der Pustertaler Staatsstraße.
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Derzeit gibt es mehrere Eingriffe auf der Pustertaler Staatsstraße. - Foto: © shutterstock

Die Pustertaler Staatsstraße (SS 49) wird täglich im Schnitt von ca. 15.000 Fahrzeugen befahren, in Spitzenzeiten sogar von bis zu 21.000. Sie ist somit die Hauptverkehrsachse Nr. 1 im Pustertal. Um die wichtige Infrastruktur sicher, gut und flüssig befahrbar zu halten, sind verschiedene Maßnahmen im Mobilitätsmanagement des Landes fürs Pustertal auf der Strecke zwischen Obervierschach und Natz-Schabs vorgesehen.

„Straßen sind Lebensadern der Gesellschaft“

"Investitionen ins Straßennetz sind nicht Investitionen in mehr Verkehr, sondern in 1. Linie in Verkehrssicherheit und Lebensqualität vor Ort. Straßen sind sozusagen die Lebensadern der Gesellschaft und somit wichtig für alle, vom Pendler, Schüler, Wirtschaftstreibenden, Ausflügler bis hin zum Urlauber", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Wo auf Südtirols Straßen gearbeitet wird, ist aufgrund einer Prioritätenliste genau festgelegt. In allen Landesteilen werden Vorhaben umgesetzt. Landesrat Alfreider nennt dazu die großen Bauvorhaben wie das 2. Baulos des Küchelbergtunnels in Meran, der Realisierung des Hörtenbergtunnels in Bozen, der Fertigstellung des Mittelanschlusses von Brixen und der Umfahrung Kastelbell aber auch kleinere Eingriffe oder Sanierungen an bestehender Infrastruktur, wie etwa an der Schnellstraße Bozen–Meran.

Arbeiten von Obervierschach bis Natz-Schabs

Kürzlich abgeschlossen wurden die Arbeiten für 2neue Kreisverkehre, die die Verkehrsströme besser leiten sollen, und zwar bei der Abzweigung ins Pragser Tal sowie bei der Handwerkehrzone zwischen Bruneck und St. Lorenzen.

Aktuell in Bau und voraussichtlich bis Frühjahr 2020 fertig sind die 2 neuen Kreisverkehre in Toblach, die 2 Knoten ersetzen und den Verkehr besser entflechten und weiterweiterleiten. Im Gange ist auch die Sanierung der Südumfahrung in Bruneck.

Dort wird bis September der Belag erneuert, damit die Straße bei Regen sicherer wird. Auf Hochtouren läuft der Bau der neuen Einfahrt ins Gadertal bei St. Lorenzen. Diese soll ab 2021 die Pendler- und Touristenströme kreuzungsfrei und somit flüssig leiten sowie St. Lorenzen und Pflaurenz vom Durchzugsverkehr entlasten. Durchgeführt wird in Kürze außerdem ein Eingriff für mehr Sicherheit bei der neuen Zufahrt beim Gewerbegebiet in Vintl. Dafür stehen die Arbeiten vor der Übergabe.

In Planung sind zudem 2 Umfahrungsstraßen für mehr Lebensqualität in den Ortschaften, und zwar die Umfahrung von Kiens, für die die Arbeiten noch 2019 ausgeschrieben werden und die Umfahrung von Percha, für die das endgültige Projekt in Ausarbeitung ist. Bevor steht zudem die Abgabe des Ausführungsprojekts für eine verbesserte und übersichtlichere Zufahrt nach Obervierschach und die Ausschreibung der Projektierung für eine neue sicherere Kreuzung nach Sexten ohne Bahnübergang. "Hinzu kommt ein neuer Sicherheitseingriff bei der Raststätte in Natz-Schabs, wo wir die Staus verringern und die Verkehrssicherheit wesentlich erhöhen wollen", sagt Alfreider.

Chancen und nachhaltige Mobilitätsformen nutzen

Das Mobilitätsressort investiert aber nicht nur in die Straße, sondern auch in die Schiene. "Wir wollen das Bahnfahren noch günstiger, zeitsparender und bequemer machen", betont Alfreider. Unter den Vorhaben des Landes für den Zug sind der Bau der Riggertalschleife sowie der neuen Mobilitätszentren in Bruneck, Brixen und Innichen für den einfachen und schnellen Wechsel der Mobilitätsformen wie Zug, Bus, Rad usw..

Die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte sei natürlich eine sicherere und kontinuierliche Finanzierung und Unterstützung größerer Vorhaben, auch durch Gelder vom Staat oder der EU. Man wolle die Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz als Chance nutzen, um langfristige Mobilitätsprojekte für die Menschen vor Ort umzusetzen, betont Alfreider.

stol/lpa

stol