Dienstag, 21. April 2015

Razzia bei den „Hells Angels“ in Deutschland

Hunderte Beamte waren und sind an einem Einsatz gegen Mitglieder des Rockerclubs „Hells Angels“ beteiligt. Bei den Durchsuchungen im Rockermilieu verhaftete die Polizei sechs Verdächtige und entdeckte auch mehrere Schusswaffen.

Die Rockerclubs von "Hells Angels" in Deutschland wurden am Dienstag von der Polizei aufs Schärfste kontrolliert.
Die Rockerclubs von "Hells Angels" in Deutschland wurden am Dienstag von der Polizei aufs Schärfste kontrolliert. - Foto: © APA/DPA

Die deutsche Polizei hat mit einer groß angelegten Aktion in mehreren Bundesländern zum Schlag gegen „Hells Angels“-Rocker ausgeholt. Rund 650 Beamte durchsuchten am Dienstag 36 Objekte und verhafteten dabei sechs Menschen, wie die federführende Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte.

Schwerpunkt der Razzia war das nördliche Rheinland-Pfalz mit 20 Durchsuchungen. Die Ermittler schlugen aber auch im südlichen Nordrhein-Westfalen und in Hessen zu. Zu jeweils einem Einsatz kam es in Bayern und im Saarland, weil sich dort ein Beschuldigter und ein Zeuge aufhielten. Die genauen Orte nannte die Behörde nicht.

Bei der Aktion, die bis zum Dienstagmittag lief, waren auch zwölf Staatsanwälte dabei. Die Ermittler stellten unter anderem einige Schusswaffen sicher.

Hintergrund sind Ermittlungen gegen die Rocker unter anderem wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung und erpresserischen Menschenraubs. Außerdem gehe es um Nötigung, Bedrohung, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Waffenrecht, so die Staatsanwaltschaft.

Weitere Details nannte die Behörde zunächst nicht – um weitere Ermittlungen nicht zu gefährden und um zu verhindern, dass Beschuldigte identifiziert werden könnten.

dpa

stol