Montag, 30. März 2020

Rechnungshof: Güter für 45 Millionen Euro bleiben beschlagnahmt

Der Rechnungshof Venedig hat am Montag bestätigt, dass mehrere Photovoltaik-Anlagen einer Bozner Firma in der Region Basilikata beschlagnahmt bleiben. Laut Finanzwache liegt der Wert der Immobilien und Anlagen bei 44,9 Millionen Euro.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts.
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts. - Foto: © Messe Bozen
Einem Unternehmen in Bozen, das im Bereich der erneuerbaren Energie tätig ist, wirft die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof vor, unrechtmäßig staatliche Förderungen in Höhe von über 65 Millionen Euro kassiert zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen stellte die Beamten der Finanzwache von Venedig und Bozen fest, dass das Unternehmen in Süditalien große 9 Photovoltaik-Parks betreibt, die Fläche der Anlagen entspricht jener von 40 Fußballfeldern. Sechs Anlagen haben eine Leistung von über einem Megawatt, bei drei Anlagen liegt die Leistung bei über 100 Kilowatt.

Um an die von der öffentlichen Hand gewährten Förderungen für Kleinanlagen zu kommen, wurden die 9 Photovoltaik-Parks auf 40 Scheinfirmen aufgeteilt, die von 8 Personen aus Italien und Deutschland geleitet wurden. Somit wurden aus 9 großen Photovoltaik-Parks 246 kleine Photovoltaik-Anlagen, die den Förderkriterien entsprachen. Laut Angaben der Finanzwache wurden an die 40 Scheinfirmen 65 Millionen Euro Fördergelder ausgeschüttet, allein der autonomen Provinz Bozen entstand ein Schaden von 20 Millionen Euro.

Nun liegt der Fall bei der zuständigen Staatsanwaltschaft, die über die weiteren Schritte der Justiz befinden wird.

pm/zor