Freitag, 14. Januar 2022

Die Impfgegner-Reportage – 90 Euro „Spende“ für Atemübungen

„Piazza Pulita“ – so lautet die Sendung des italienischen Fernsehsenders „La7“, die derzeit in Südtirol für Aufregung sorgt. Die Reporter waren vor Ort in Südtirol, um sich die Impfgegner- und Verschwörungsszene genauer anzuschauen. Es ist – wieder einmal – ein verstörendes Bild, das Südtirol hier abgibt.

Der Psychologe „berät“ den vermeintlichen Patienten.
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Der Psychologe „berät“ den vermeintlichen Patienten. - Foto: © screenshot "La7"
Eine Diktatur sei das, keine Pandemie, schreit ein aufgebrachter Impfgegner dem Reporter von „La7“ ins Mikrofon. Aufgezeichnet wurde der Bericht – teilweise mit versteckter Kamera – am 8. Jänner in Bozen, als die No-Vax-Bewegung wieder einmal zum „friedlichen Spazierengehen“ aufrief.

„Ich werde mich nie impfen lassen, nie“, sagt ein anderer Teilnehmer des „Spaziergangs“. „Mich interessieren die Strafen nicht, von mir aus zahle ich auch 10.000 Euro.“ Daraufhin streckt er dem Reporter 100 Euro entgegen und sagt, diese solle er doch „Draghi oder Kompatscher geben“, bevor er in gebrochenem Italienisch „Libertà per tutti“ schreit – unter dem Applaus der anderen Demonstranten.

Eine andere Teilnehmerin erzählt mit Stolz, dass sie nicht geimpft sei und auch keine Maske tragen werde. Daraufhin fragt sie einen jungen Mann abschätzig, warum er denn eine Maske trage, wenn er geimpft sei und fällt – ohne die Antwort abzuwarten – auch gleich ihr Urteil: „Ihr seid alle von der Regierung bezahlt.“ Und immer wieder hört man die Schreie: „No Green Pass.“

In Meran geht der Journalist mit versteckter Kamera in ein Restaurant, betont aber, weder geimpft, noch im Besitz eines Green Pass zu sein – ob er denn trotzdem etwas konsumieren dürfe? „Überhaupt kein Problem“, sagt die Wirtin, die selbst keinen Mundschutz trägt, genauso wie ihre Tochter, die ebenfalls im Lokal tätig ist. Man ist sogar stolz darauf und sagt, dass man all jene verurteile, die mit Mundschutz ins Lokal kommen.

Auch der ehemalige Schützenhauptmann Jürgen Wirth Anderlan darf in dieser Reportage nicht fehlen und mit ihm auch das Freiheitsklatschen.

Neben anderen – für Außenstehende – sehr abstoßenden Szenen, interviewt der Reporter von „La7“ am Schluss noch einen Psychologen. Der Journalist gibt sich als Impfgegner aus und befragt den Psychologen über die Impfungen und über die Corona-Masken – mit versteckter Kamera.

Der Psychologe gibt dem Journalisten „Tipps“: Unter anderem, dass in den Corona-Impfungen ein Mittel enthalte sei, das so wirke, als würde man Rasierklingen in den Körper spritzen, die den Körper innerlich verletzen.

Am Schluss verlangt der Psychologe für Atemübungen noch eine „Spende“ über 90 Euro – schwarz natürlich.

Der Journalist zeigt sich erschüttert – und wohl auch die Zuschauer der Reportage.

Aber sehen Sie selbst die gesamte Reportage an und machen Sie sich ein Bild.

sor

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