Samstag, 09. April 2016

Rispoli: „Den Sheriff spielen liegt mir nicht“

„Wenn jeder, der ein Fahrrad stiehlt, effektiv eine Woche sitzen müsste – ich bin überzeugt, die Diebstähle in Südtirol würden um 80 Prozent zurückgehen“, sagt der Noch-Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli. In einer Woche ist er Generalstaatsanwalt in Campobasso. Mit den „Dolomiten“ sprach er über die Wirksamkeit von Strafen, über entgangene Plädoyers und „freundliche Missverständnisse“.

Nur noch eine Woche ist Guido Rispoli leitender Staatsanwalt in Bozen. - Archivbild.
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Nur noch eine Woche ist Guido Rispoli leitender Staatsanwalt in Bozen. - Archivbild.

„Dolomiten“: In einer Woche treten Sie Ihr neues Amt als Generalstaatsanwalt in Molise an. Was erwarten Sie sich?
Guido Rispoli: Nüchtern betrachtet ist es ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter. Aber mich hat  eigentlich  die  Neugier auf eine  neue Herausforderung angetrieben.  Meine erste Wahl wäre Trient gewesen.  Aber da gab es  dienstältere  Anwärter. Als jüngster  Generalstaatsanwalt Italiens obliegt mir  immerhin  die Koordination von  3 Staatsanwaltschaften (Campobasso, Isernia und Larino), das ist sicher  interessant, und außerdem kenne ich Molise noch  nicht.

„D“:  Dafür müssen Sie einige Kilometer zurücklegen ....
Rispoli: Rund 800. Glauben Sie nicht, dass es mir leicht fällt, weit weg von Südtirol zu sein – im Gegenteil. In den  1960er Jahren ist unsere Familie von Mailand nach Meran gezogen. Mein Vater hat Südtirol  und die Menschen hier sofort ins Herz geschlossen.  Er  hat meinem Bruder und mir immer  gesagt: Wir müssen es uns verdienen, hier zu leben. Das hat mich sehr geprägt.

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Das gesamte Gespräch mit Noch-Staatsanwalt Rispoli lesen Sie in der Wochenendausgabe der "Dolomiten"

Interview: Roberta Costiuc

stol