Dienstag, 28. Februar 2017

Rund 200 Obdachlose in Bozen – LH: Keine weiteren Einrichtungen

Die Versorgung der Obdachlosen war am Dienstag Gegenstand eines Treffens zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher, Soziallandesrätin Martha Stocker, Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi, Vizebürgermeister Christoph Baur und Stadtrat Sandro Repetto.

Die Aussprache im Büro des Landeshauptmanns
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Die Aussprache im Büro des Landeshauptmanns - Foto: © LPA

Derzeit halten sich etwa 180 Personen in prekärem Status im Stadtgebiet von Bozen auf. Keine außerordentliche Zunahme, waren sich Land und Gemeinde einig, doch gebe es „neue Dynamiken“, heißt es in einer Aussendung, die das Landespresseamtes nach dem Treffen verschickte.

Einige der 150 bis 200 obdachlosen Personen seien schon länger hier, andere würden wohl nur für kurze Zeit bleiben, heißt es. Einige seien Asylwerber, andere Migranten auf der Durchreise, bei wiederum anderen handle es sich um Migranten, deren Asylantrag bereits abgelehnt worden war.

Besonders wenn es um Angebote geht, die über die humanitäre Grundversorgung hinausgehen, sei es notwendig, zwischen dem Status der verschiedenen Personen zu unterscheiden, heißt es in der Aussendung. Für den Zugang zu den Angeboten seien klare Regeln notwendig. Dabei gelte es eine mögliche Anziehungswirkung zu beachten, die Angebote nach sich ziehen könnten.

Bestehende Einrichtungen besser nutzen

Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte bei der Aussprache, es würden „keine neuen Einrichtungen geschaffen, aber die bestehenden besser genutzt“. Der Landeshauptmann erklärte, dass eine "Grundversorgung für alle gewährleistet sein muss, unabhängig vom Rechtsstatus". Dabei müssten aber "sehr wohl die bestehenden Regeln" gelten.

Die Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinde und Ordnungskräften soll intensiviert werden. Vereinbart wurde ein gemeinsames Treffen.

stol

stol