Donnerstag, 03. September 2015

"Schael: Wir stellen weiter Personal ein, vor allem Ärzte"

„Es stimmt einfach nicht, dass kein Personal mehr aufgenommen wird." So antwortete Sanitätsdirektor Thomas Schael am Donnerstag beim Treffen mit Vertretern der Gewerkschaften auf die Frage nach dem vielfach kolportierten Personalaufnahmestopp. Es werde händeringend nach Ärzten gesucht.

Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Thomas Schael, hat sich mit den Vertretern der Gewerkschaften zu einem Meinungsaustausch getroffen.
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Der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Thomas Schael, hat sich mit den Vertretern der Gewerkschaften zu einem Meinungsaustausch getroffen. - Foto: © STOL

Es war ein Meinungsaustausch zwischen der Führungsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebes und Vertretern aller im Sanitätsbetrieb vertretenen Gewerkschaften. 

Die Tagesordnung des Treffens war kurz. Die Zahl der von den Gewerkschaftsvertretern gestellten Fragen umso zahlreicher.

Eines der Hauptthemen, die zur Sprache gebracht wurden, war der in den Medien kolportierte Personalaufnahmestopp, der, so Schael, nicht existiert: „Es stimmt einfach nicht, dass kein Personal mehr aufgenommen wird. Vor allem im sanitären-ärztlichen Bereich wurden und werden Stellen weiterhin nachbesetzt". Allerdings müsse der Südtiroler Sanitätsbetrieb von einer reinen Personalverwaltung hin zu einer echten Personalpolitik kommen.

Wie viel und welches Personal wird benötigt? Ärzte auf jeden Fall!

„Es gilt in Zukunft eine strategische Optimierung der Prozesse zu erreichen und dazu gehört auch eine geplante und vorausschauende Personalpolitik.“ Um eine solche betreiben zu können, müsse aber zuerst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht werden, wo wie viel und welches Personal benötigt wird.

Auch Ärzte würden weiterhin eingestellt und Stellen nachbesetzt.

Und an die Vertreter der Ärztegewerkschaften gerichtet: „Ich kann Ihnen versichern, wir suchen Ärzte und Ärztinnen und versuchen jene, die wir haben, zu halten. Unser aller gemeinsamer Auftrag ist es, die Gesundheitsversorgung in diesem Land zu garantieren und wenn möglich zu verbessern. Und das schaffen wir nur mit genügend Ärzten und Ärztinnen.“

Kerngeschäft ist die Gesundheit

„Wir sind ein Betrieb, dessen „core business“ die Gesundheit der Südtiroler Bevölkerung ist. Trotzdem müssen wir die Kritierien eines guten Managements im Auge behalten. Dazu gehört nun einmal auch Effizienz und Produktivität.“

In einem Gesundheitsbetrieb sei der wichtigste produktive Faktor motiviertes Personal – und das habe man. Nun gelte es an einer Optimierung des Betriebes zu arbeiten und diese sei durchaus auch ohne gesetzliche Vorgaben möglich.

Betriebsoptimierung? „work in progress“!

Die Planung für das kommende Geschäftsjahr des Südtiroler Sanitätsbetriebes sei bereits im Gange und werde bis Ende des Jahres vorliegen.

Nicht alles stehe schon fest, die Phase des „work in progress“ sei noch nicht abgeschlossen: „In der Generaldirkektion werden noch mögliche Szenarien der Betriebsoptimierung diskutiert, gemeinsam mit den Bezirksdirektoren und den leitenden Direktoren“, so Thomas Schael. Zu Beginn des neuen Jahres werde dann klar sein, in welche Richtung sich der Südtiroler Sanitätsbetrieb entwickeln soll. Darauf basierend können dann alle notwendigen Entscheidungen getroffen werden.

Aufholbedarf in Sachen EDV

Die Problematik der verschiedenen EDV-Systeme und den daraus resultierenden Problemen für Mitarbeiter sowie Patienten wurde ebenfalls besprochen.

Klar sei, so Thomas Schael, dass in diesem Bereich sehr viel Aufholbedarf bestehe. Allerdings sei eine funktionierende EDV für einen Gesundheitsbetrieb strategisch besonders wichtig. Bis Ende Oktober werde ein überarbeitetes EDV-Konzept vorliegen und der zuständigen Landesrätin vorgestellt.

Schael abschließend an die Gewerkschaftsvertreter: „Lassen Sie uns gemeinsam und lösungsorientiert an einer zukunftsfesten Gesundheitsversorgung für die Südtiroler Bevölkerung arbeiten.“

stol

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