Samstag, 24. März 2018

Schlanders: "Gerissener" Hirsch sorgt für Diskussionen

Bilder eines "gerissenen" Hirsches am Schlanderser Sonnenberg geben der Diskussion um den Wolf neuen Nährstoff. Die Behörden geben jedoch Entwarnung: Das Tier fiel definitiv nicht dem Wolf zum Opfer.

Das Bild des verendeten Tiers macht die Runde. Foto: facebook
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Das Bild des verendeten Tiers macht die Runde. Foto: facebook

In Südtirol geht der Wolf um. Das ist Fakt. Fotos eines verendeten Hirschen am Schlanderser Sonnenberg sorgten am Samstag für neuerlichen Zündstoff. Die Bilder wurden mehrmals im sozialen Netzwerk facebook geteilt. Die Angst, dass der Wolf nun auch am Schlanderser Sonnenberg wütet, geht um. 

Die Behörden geben jedoch Entwarnung. „Es ist auszuschließen, dass hier ein Wolf am Werk war“, sagt der Schlanderser Bürgermeiser Dieter Pinggera gegenüber STOL. 

Im Winter verendet 

Nach Untersuchungen der Forstbehörden sei der Hirsch bereits im Winter auf natürlichem Wege verendet. Vor einigen Tagen wurde er von einem Jagdaufseher aufgefunden. Dieser versuchte festzustellen, ob hier ein Wilderer am Werk war und ließ das tote Tier derweil liegen. So machten sich in den letzten Tagen vermutlich Füchse und weitere Tiere daran zu schaffen.

Fest steht: Weder Wolf, noch Bär, aber auch kein Wilderer waren für den Tod des Hirschen verantwortlich. 

Am Samstagmorgen wurde das Tier am Schlanderser Sonnenberg von einem Jogger entdeckt und abgeknipst. Die Bilder machten im facebook die Runde, die Diskussion um den Wolf erhielt neuen Zündstoff, auch wenn der diesmal unschuldig war. 

stol/am

stol