Freitag, 09. März 2018

Schlepperbande ausgehoben: 17 Verdächtige festgenommen

Die österreichische Polizei hat in Zusammenarbeit mit ihren ungarischen, slowakischen und deutschen Kollegen eine Schlepperbande ausgehoben. Die Ermittlungen laufen gegen 29 Personen, die aus dem Irak und Syrien stammen, sagte der Direktor des Bundeskriminalamtes, Franz Lang bei einem Pressegespräch am Freitag in Budapest. 17 Verdächtige wurden festgenommen, über acht wurde die U-Haft verhängt.

17 Personen wurden verhaftet – eine in der Slowakei, 7 in Deutschland und die restlichen 9 in Österreich.
17 Personen wurden verhaftet – eine in der Slowakei, 7 in Deutschland und die restlichen 9 in Österreich. - Foto: © shutterstock

Man könne der Bande rund 1000 Schleppungen aus der Türkei nachweisen, sagte Lang. Pro Person hätten die Schlepper 7.000 bis 8.000 Euro verlangt. Ein Gelddepot habe man am Lerchenfelder Gürtel in Wien gefunden, das andere vermute man in Istanbul.

Erste Informationen habe man im Frühjahr 2017 gehabt, nach langen Ermittlungen und Observationen habe man Mitte Jänner beziehungsweise Anfang Februar mit operativen Maßnahmen begonnen. Den konkreten Zeitraum, auf den sich die rund 1000 Schleppungen beziehen, nannte Lang nicht. Seit dem Spätherbst bis zum Beginn der operativen Maßnahmen seien es etwa 300 Geschleppte gewesen.

17 Personen wurden verhaftet

17 Personen wurden verhaftet – eine in der Slowakei, 7 in Deutschland und die restlichen 9 in Österreich. Die Gerichtsverfahren werden vermutlich in Österreich stattfinden, sagte Lang. Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Langs Angaben um Iraker und Syrer, die im Zuge der Flüchtlingswelle 2015 nach Europa gekommen seien. Sie seien entweder im „Stadium der Duldung“ oder noch im Asylverfahren. Lang erwähnte auch, dass die meisten Verdächtigen „Gelder aus Sozialtöpfen“ bekämen, aber das werde man „noch näher untersuchen“.

apa

stol