Sonntag, 28. Juli 2019

Schracken in Karthaus

Das so genannte „Schrockn" hat in Karthaus eine lange Tradition. „Schrockn" kommt vom Wort schrecken/aufschrecken. Das bedeutet aufmerksam machen auf einen besonderen kirchlichen Anlass.

Das so genannten „Schrockn" hat in Karthaus eine lange Tradition. „Schrockn" kommt vom Wort schrecken/aufschrecken. Das bedeutet aufmerksam machen auf einen besonderen kirchlichen Anlass. Foto: Screenshot Video Aktiv Schnals
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Das so genannten „Schrockn" hat in Karthaus eine lange Tradition. „Schrockn" kommt vom Wort schrecken/aufschrecken. Das bedeutet aufmerksam machen auf einen besonderen kirchlichen Anlass. Foto: Screenshot Video Aktiv Schnals

Früher war die Glocke die einzige Möglichkeit untereinander zu kommunizieren. Das Schracken wurde eingeführt, um den kirchlichen Feiertag und die bevorstehende Prozession anzukündigen.

Während der Herrschaft des Faschismus in Italien war diese besondere Art des Glockenläutens verboten. Heute erklingt mancherorts das Glockenspiel bei besonderen kirchlichen Anlässen wieder. So zum Beispiel in Karthaus, wo diese Kunst von den Vätern der aktuellen „Schrockn“-Generation an ihrer Söhne weitergegeben wurde.

Der Vorgang dieses besonderen Glockenläutens dauert bis zu 10 Minuten, ein Taktgeber gibt den Rhythmus vor, an den sich alle anderen Glockenläuter halten müssen. Den Menschen in Karthaus ist es ein besonderes Anliegen, dass die alte Tradition des Schrackens weitergeführt wird.

stol

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