Sonntag, 21. Juni 2015

Sie räumen auf: Asylbewerber als päpstliche Müllabfuhr

Nein, nicht nur in Österreich ist man auf diese Idee gekommen. Auch im Stiefelstaat greifen Migranten zu Besen und Müllsack. Vor allem nach der Messe des Papstes in Turin wird jede Hand gebraucht.

Sie helfen mit beim Entsorgen vor allem der Zeitungen.
Sie helfen mit beim Entsorgen vor allem der Zeitungen. - Foto: © LaPresse

In der Piazza Castello warteten die Menschen am Sonntag auf den Papst. Stundenlang. Zum Schutz gegen die Sonne und zum Zeitvertreib hatten sie vor allem Zeitungen dabei. Dann endlich war der Papst da und fuhr im Papamobil durch die Menschenmenge. So sieht es während der Veranstaltung aus:

 

Der Papst wird in Turin von den Menschen empfangen. Foto: LaPresse

 

Nach dem Event, wenn die Gläubigen wieder aufbrechen, zeigt sich der Platz wie nach Festivals und dergleichen, in seinem zu putzenden Kleid. Vor allem zurückgelassene Zeitungen prägen das Bild.

 

So sieht es auf der Piazza nach dem Papst-Empfang aus. Foto: reuters

 

Dann startet der Reinigungstrupp seine Arbeit. Tonnen an Papier und Müll gilt es zu verräumen. Mit dabei sind auch Migranten, Aslysuchende, die zu Besen und Müllsack greifen. So wie in Österreich nach den Unwettern (STOL hat berichtet), helfen sie auch hier vor Ort.

 

Es gibt genügend zu tun: auf für die freiwilligen Helfer unter den Migranten. Foto: LaPresse

Zusammen mit anderen packen sie mit an. Und offenbaren unter ihren leuchtenden Westen die ein oder andere Schwäche für italienische Gepflogenheiten.

 

Auch ein Fußballfan kann mitanpacken.

 

Beeindruckend ist das Engagement der Flüchtlinge einmal mehr, als dass der Papst sich gerade in Turin mit der Thematik der Migration beschäftigt und an die Welt gewandt hat.

Seinen Besuch in Turin nutzt Franziskus für einen sehr aktuellen Appell bezogen auch den Umgang mit Flüchtlingen (STOL hat berichtet).

stol/ker

stol