Mittwoch, 01. November 2017

Simbabwes Präsident für Wiedereinführung der Todesstrafe

Simbabwes Langzeitpräsident Robert Mugabe hat sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen. Der 93-jährige Mugabe erklärte am Mittwoch, er sei immer Unterstützer der Todesstrafe gewesen, er habe sich aber bislang den Gegnern um seinen Vizepräsidenten gebeugt.

Robert Mugabe
Robert Mugabe

 „Wenn sie die Wiederaufnahme der Hinrichtungen sehen, dann wissen sie, dass ich mich durchgesetzt habe“, sagte er.

In dem Land im südlichen Afrika ist seit 12 Jahren niemand mehr gehenkt worden, das Gesetz sieht die Todesstrafe aber weiterhin vor.

Derzeit sitzen in Simbabwes Gefängnissen mehr als 90 zum Tode verurteilte Häftlinge. Vizepräsident Emmerson Mnangagwa, der bis vor Kurzem auch Justizminister war, hat sich seit Langem für die Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt.

Er gilt als ein möglicher Nachfolger Mugabes, wurde vom diesen jedoch kürzlich bei einer Kabinettsumbildung düpiert.

Auch Mugabes Frau Grace bemüht sich darum, ihrem Gatten an der Staatsspitze nachzufolgen.

dpa

stol