Sonntag, 08. November 2015

Sinai-Absturz – Großbritannien holt weitere 2000 Touristen zurück

Großbritannien hat zahlreiche weitere im ägyptischen Sharm el-Sheikh gestrandete britische Touristen in die Heimat zurückgeholt.

Absturz im Sinai.
Absturz im Sinai. - Foto: © APA/Reuters

Eine Woche nach dem mutmaßlich durch einen Bombenanschlag verursachten Absturz eines russischen Ferienfliegers brachten insgesamt neun Passagiermaschinen fast 2.000 Briten am Samstag zurück auf die Insel, wie Behördenvertreter sagten.

Die britische Regierung warnte zugleich, dass für manche britischen Touristen der Aufenthalt in den Ferienressorts am Roten Meer unfreiwillig noch länger dauern werde, bevor sie nach Hause fliegen könnten. Angesichts einer „begrenzten Anzahl von Flügen“, die von Sharm el-Sheikh aus täglich starten könnten, sei es wahrscheinlich, dass Reiseveranstalter „einigen Leuten raten werden, ihren Aufenthalt zu verlängern“, sagte ein Regierungssprecher.

Die Kosten würden erstattet. Rund 20.000 Briten hielten sich zum Zeitpunkt des Absturzes in Sharm el-Sheikh auf. Laut Außenministerium befinden sich rund 320 Österreicher in dem Urlaubsort.

Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am Samstag vergangener Woche nach dem Start vom Badeort Sharm el-Sheikh abgestürzt. Keiner der 224 Insassen überlebte. Nach anfänglichen Überlegungen, ein technischer Fehler könnte den Absturz verursacht haben, verfestigte sich ab Mittwoch die Anschlagstheorie.

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich bereits am Samstag dazu bekannt, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben. Bereits am Mittwoch hatte der britische Premierminister David Cameron die Bomben-Vermutung als „mehr als wahrscheinlich“ bezeichnet.

apa/dpa

stol