Dienstag, 05. April 2016

So fleißig sportelt Südtirol

Am 6. April wird der internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden gefeiert. Anlässlich dazu hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT die sportlichen Leistungen der Südtiroler Bevölkerung unter die Lupe genommen.

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Eines vorne weg: Wie die Zahlen der ASTAT belegen, betreiben mehr als 50 Prozent der Südtiroler ab 3 Jahren Sport - genauer 57 Prozent. Der Großteil davon, nämlich 37 Prozent, betreiben regelmäßig Sport, rund 20 Prozent gelegentlich.

Lediglich 10 Prozent gaben an, gar nicht zu sporteln, während 22 Prozent zwar keinen Sport ausüben, sich jedoch wenigstens ab und an körperlich betätigen, etwa beim spazieren, Rad fahren oder schwimmen. Diese Zahlen haben sich laut ASTAT in den vergangenen 5 Jahren kaum verändert.

Der sportliche Übermensch in Südtirol ist männlich, jung, gebildet, ledig und wohnt in einer kleinen Gemeinde

Wie die Zahlen der ASTAT belegen, gibt es eine klare geschlechtsspezifische Sportausübung. So betreiben etwa deutlich mehr Männer als Frauen regelmäßig Sport (42 Prozent vs. 32 Prozent). Die Damen der Schöpfung führen jedoch, wenn es um gelegentliche sportliche Betätigungen geht, um Spaziergänge, schwimmen oder einige Runden mit dem Fahrrad (Frauen: 26,5 Prozent, Männer 17,5 Prozent).

"Die Analyse nach Altersklasse zeigt, dass vor allem die Jüngsten viel Sport betreiben: Der Anteil der Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren, die regelmäßig oder gelegentlich Sport ausüben, beträgt 74 Prozent. Bei den 65-Jährigen und Älteren ist dieser Anteil nur mehr etwa halb so hoch (37,4 Prozent)", schreiben die Experten der ASTAT.

Je höher der Studientitel, desto höher die sportliche Begeisterung

Mehr als 75 Prozent der Personen, die einen Universitätsabschluss besitzen, betreiben regelmäßig Sport. Dies trifft jedoch nur auf rund 49 Prozent der Personen mit Grundschulabschluss oder ohne Studientitel zu.

"Dabei ist jedoch hervorzuheben: Unter den Personen mit Grundschulabschluss oder ohne Studientitel ist der Anteil der Sporttreibenden einerseits stark vom Anteil der älteren Personen beeinflusst, die wenig Sport ausüben, und andererseits von den sehr jungen Personen, die noch keinen Grundschul- oder Mittelschulabschluss haben und sehr viel Sport treiben", berichtigen die Experten die Werte. 

Berücksichtigt man nur die 25- bis 64-Jährigen, zeigt sich eindeutig der Zusammenhang zwischen erworbenem Studientitel und Sportausübung: 41,1 Prozent der Personen mit Mittelschul- oder Grundschulabschluss oder ohne Studientitel üben regelmäßig oder gelegentlich Sport aus. Bei den Personen mit Matura oder Berufsschulabschluss sind es 59,6 Prozent, bei den Universitätsabsolventen 76,9 Prozent.

Dass vor allem Personen mit hoher Ausbildung viel Sport treiben, erklären sich die Experten unter anderem damit, dass Akademiker zumeist Büroarbeiten ausüben und somit einen größeren Drang verspüren, sich in ihrer Freizeit sportlich zu betätigen.

Ledig macht sportlich

Ein weiterer Faktor, der sich auf die Sportlichkeit der Südtiroler auswirkt, ist laut der Studie der ASTAT der Familienstand: So geben fast 70 Prozent der Ledigen an, Sport zu betreiben, während es bei den Verheirateten rund 50 Prozent sind. Auch diese Daten seien jedoch von der Altersverteilung beeinflusst.

"Der Einfluss des Familienstands auf die Sportausübung wird dadurch verstärkt, dass jüngere Personen häufiger ledig und sportlicher sind als andere."

Auch sind die Bewohner kleinerer Gemeinden um rund 9 Prozentpunkte sportlicher als jene der fünf größten Gemeinden Südtirols. "Im Durchschnitt ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Sport treibt, in den 'Dörfern' um 13 Punkte höher als in den 'Städten'." 

stol/liz

stol