Mittwoch, 31. Mai 2017

So raucht Südtirol

Am heutigen Mittwoch ist Weltnichtrauchertag. Anlass genug, die Südtiroler Rauchgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis ist durchaus ein positives.

Heute ist Weltnichtrauchertag.
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Heute ist Weltnichtrauchertag. - Foto: © shutterstock

Mittlerweile verzichten laut der PASSI-Studie 3 von 4 Südtirolern auf Nikotin. Im Detail sind 52 Prozent der Südtiroler Nichtraucher, 23 Prozent haben mit dem Rauchen aufgehört oder sind in Rauchabstinenz.

Nur 24 Prozent der Südtiroler Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren rauchen.

Seit 2008 weniger Raucher

Die Raucherquote hat sich in den letzten zwei Jahren nicht verändert, im Zeitraum von 2008 bis 2016 war sie laut PASSI-Studie um acht Prozent gesunken. Geschlechtsspezifisch betrachtet greifen jeder dritte Mann und jede fünfte Frau zur Zigarette und das im Durchschnitt zwölf Mal am Tag.

Dabei raucht Mann im Schnitt mehr Zigaretten als Frau: So zählen 34 Prozent der Männer und nur 13 Prozent der Frauen zu den starken Rauchern und konsumieren somit täglich mehr als 20 Zigaretten. Die meisten Personen rauchen im Alter zwischen 25 bis 34, im Alter setzt sich dieser Trend jedoch nicht fort, denn nur 19 Prozent der über 49-Jährigen greifen zum Glimmstängel. Doch auch Faktoren wie das Bildungsniveau, der Beruf und die Einkommenssituation beeinflussen das Rauchverhalten.

Die Raucherlunge als mögliche Folge

Eine der möglichen Folgen des Rauchens ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, im Volksmund Raucherlunge genannt. Eine der wichtigsten Ursachen für diese Krankheit ist aktives oder passives Rauchen. Laut Daten der Epidemiologischen Beobachtungsstelle litten in Südtirol im Jahr 2015 16.200 Personen und somit 3,1 Prozent der Bevölkerung unter dieser Krankheit.

2 von 5 Südtirolern wurden laut PASSI-Studie beim Arztbesuch im vergangenen Jahr auf das Thema Rauchen angesprochen, einem von Dreien wurde, oftmals aus Gesundheits- oder Vorsorgegründen, ein Rauchstopp nahegelegt. 43 Prozent der Raucher haben dies in den letzten zwölf Monaten auch versucht. 

Rauchen auch bei der Jugend nicht mehr „in“

Wie das Forum Prävention in einer Aussendung erklärt, lassen sich auch immer weniger Jugendliche auf die Risiken des Rauchens ein. Die aktuelle Entwicklung zeige: Das negative Image von Rauchen und das wachsende Gesundheitsbewusstsein sind mitverantwortlich, dass mittlerweile die Anzahl jener jungen Menschen, die mit dem Rauchen gar nicht anfangen, immer größer wird.

Der Vergleich der Südtiroler HBSC-Studien von 2009/10 und 2014, in denen jeweils Mittelschüler befragt wurden, zeigt laut dem Forum Prävention eine steigende Tendenz des Anteils der Nichtraucher in allen Altersgruppen (11-, 13- und 15-Jährige).

Die Mehrheit der in der Studie befragten Schüler seien Nichtraucher und der Anteil der Raucher unter jungen Menschen werde konstant geringer. Beispielsweise sank der Anteil der regelmäßigen Raucher bei den 15-Jährigen in den letzten 10 Jahren auf über die Hälfte von 21,1 Prozent (2005/6) auf 9,4 Prozent (2014).

Schluss mit Rauchen?

Es gibt zahlreiche Programme, die helfen sollen, mit dem Rauchen aufzuhören. 

Eines dieser Angebote ist das „Rauchfrei Programm“, ein Gruppenprogramm zur Rauchentwöhnung. Im Laufe von sieben Treffen und zwei individuellen Telefonberatungen begleiten professionell ausgebildete Psychologen, Sozialassistenten und Krankenpfleger die Teilnehmer in die Richtung eines rauchfreien Lebens. 

Nähere Informationen sind auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebs zu finden.

Auch die Fachstelle Suchtprävention und Gesundheitsförderung der Stiftung Forum Prävention bietet seit Jahren an Schulen den „Free-your-Mind-Parcours“ als interaktive Informationsveranstaltung zum Rauchen und das „Free-your-Mind-Gruppenprogamm“ als Unterstützung zur Rauchreduktion oder zum Rauchstopp an.

stol/lpa

stol