Freitag, 06. April 2018

Sonne und milde Temperaturen: Erhebliche Lawinengefahr

Kalte Nächte, milde Tagestemperaturen: Die Temperaturschwankungen verändern die Beschaffenheit der Schneedecke. Nach einer klaren Nacht ist die Lawinengefahr am Samstagvormittag mäßig, im tagesverlauf steigt sie dagegen auf die erheblich an.

Die Sonneneinstrahlung und die milden Temperaturen lassen die Lawinengefahr ansteigen.
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Die Sonneneinstrahlung und die milden Temperaturen lassen die Lawinengefahr ansteigen. - Foto: © shutterstock

Aufgrund der milden Temperaturen und der Sonneneinstrahlung gibt es nur mehr wenige Stunden Nachtfrost, weshalb sich auch die Schneedecke wenig festigt. Abhängig von Höhe und Exposition, verliert die Schneedecke schon in den Morgenstunden rasch an Festigkeit.

An Sonnenhängen ist die Schneedecke feucht oder nass bis an die Basis. Bei steilen Nordhängen und im Gletscherbereich ist der Schnee noch kalt und pulvrig. Der Lawinenwarndienst warnt vor trockenen Schneebrettlawinen aus alten Triebschneeansammlungen, die oberhalb von 2400 Metern immer häufiger werden.

Schon im Verlauf des Vormittages steigt die Lawinengefahr am Samstag auf erheblich der Stufe 3 an. Hier bilden Nassschneelawinen die Hauptgefahr. Wo noch keine Lawinen abgegangen sind, können jederzeit spontane Lawinen abgehen, die auch ausgesetzte Infrastrukturen betreffen können.

Die Experten des Lawinenwarndienstes rufen bei Bergausflügen zu einer sorgfältigen zeitlichen Planung auf.   

stol

stol