Freitag, 07. Oktober 2016

Spurensicherer: Quici nicht direkt an Verletzungen beteiligt

18 Messerstiche hatte Alessandro Heuschreck am 21. März 2015 erlitten, bevor er langsam daran verblutete. Seine Verlobte, Ester Quici, steht als Hauptverdächtige vor Gericht. Ein Spurensicherer aus Parma kam nun zum Schluss, dass sich Heuschreck im Streit selbst mit dem Messer verletzt habe.

Mit dem Fazit des Spurensicherers verdichten sich die Hinweise darauf, dass Ester Quici nicht direkt am Mord ihres Lebensgefährten beteiligt gewesen sein soll.
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Mit dem Fazit des Spurensicherers verdichten sich die Hinweise darauf, dass Ester Quici nicht direkt am Mord ihres Lebensgefährten beteiligt gewesen sein soll. - Foto: © shutterstock

Ester Quicis Kleidung war blutbefleckt, Blutspritzer gab es aber so gut wie gar nicht. Für den RIS-Experten Christian Faccinetto ist damit klar, dass Quici Alessandro Heuschreck sehr nahe war, als ihm am 21. März 2015 in der gemeinsamen Wohnung in Bozen 18 Messerstiche beigebracht wurden.

Es sei  aber nicht möglich, zu  behaupten, sie sei direkt in die Verletzungen verwickelt gewesen. Dieses Fazit des Spurensicherers aus Parma vor dem Bozner Schwurgericht am Donnerstag untermauert Quicis Version, dass sich Heuschreck im Streit selbst mit dem Messer verletzt habe.

Die Staatsanwaltschaft glaubt aber, dass Quici für Heuschrecks Tod verantwortlich war – zumindest durch Unterlassung, da es rund eine halbe Stunde gedauert habe, bis der Notarzt alarmiert wurde. Indes war Heuschreck verblutet. Am 15. November tritt Quici selbst in den Zeugenstand.

rc

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Näheres dazu lesen Sie am Samstag in der Wochenendausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol