Mittwoch, 15. April 2020

Bäuerin des Jahres Siegried Stocker Lintner: „Ständig in Bewegung“

Das Coronavirus hat ihr die große Bühne geraubt. Erstmals wird die Bäuerin des Jahres heuer nicht auf dem Landesbäuerinnentag im Bozner Konzerthaus gefeiert. Und dennoch kann Siegried Stocker Lintner dem Ausnahmezustand Positives abgewinnen: „Ich werde wohl nie mehr die Gelegenheit haben, so viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen.“

Siegried Stocker Lintner ist die Bäuerin des Jahres 2020.
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Siegried Stocker Lintner ist die Bäuerin des Jahres 2020. - Foto: © DLife/LO
Es ist gar nicht so lange her, dass in Lerch bei Aldein der letzte Schnee geschmolzen ist. Auf 1500 Höhenmetern ist es noch ruhig in der Landwirtschaft. „Ruhig und seltsam still“, sagt die 44-jährige Siegried Stocker. „So dramatisch die Krise für uns alle ist – ich habe das Gefühl, dass die Natur diese Verschnaufpause dringend notwendig hatte.“

Die Wöser-Bäuerin steht auf der Wiese etwas oberhalb vom Hof und rechnet Reiser zusammen. Die Arbeit geht ihr schnell von der Hand. Das Rasten ist nicht ihr Ding. Von der frühmorgendlichen Stallarbeit über Haushalt, Garten und Urlaubsgäste bis hin zum Engagement als Milchbotschafterin in den Schulen und den vielen ehrenamtlichen Verpflichtungen ist der Tag meistens lang.

„Die Arbeit in der Landwirtschaft ist in den Jahren sicher leichter, sie ist aber bestimmt nicht weniger geworden.“ Doch egal ob man ihr beim Melken, Stubenkehren oder Kochen zusieht, man wird das gute Gefühl nicht los: Die Frau ist genau dort angekommen, wo sie sein möchte.

Die Zeitschrift „Die Südtiroler Frau“ hat die Bäuerin des Jahres Siegried Stocker Lintner auf dem Wöserhof in Lerch besucht und widmet der engagierten Bäuerin in der Ausgabe vom 15. April ein Porträt.

Außerdem im aktuellen Heft: Wie die Corona-Krise unser Leben verändert hat – von der Einsamkeit in der häuslichen Isolation über die Sorgen schwangerer Frauen bis hin zu den neuen Strategien im Einzelhandel.

stol