Freitag, 26. Januar 2018

Steiermark: Haftstrafen für 7 mutmaßliche Neonazis

Nach rund 12 Stunden Beratung haben die Geschworenen im Landesgericht Loeben 7 mutmaßliche Neonazis wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt. Sie fassten teils bedingte Haftstrafen von 8 bis 30 Monaten aus. Manche von ihnen müssen Geldstrafen bezahlen und ein Alkoholverbot einhalten. Alle bekommen eine Bewährungshilfe zur Seite gestellt. Die Schuldsprüche sind nicht rechtskräftig.

Das Landesgericht Loeben hat 7 mutmaßliche Neonazis wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt.
Das Landesgericht Loeben hat 7 mutmaßliche Neonazis wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt. - Foto: © shutterstock

Die Geschworenen waren am Donnerstag kurz nach Mittag in die Beratung gegangen und hatten einen Katalog von knapp 40 Fragen abzuarbeiten, ehe sie mit den Richtern in die Beratung über die Strafhöhe gingen. Erst nach Mitternacht wurde das Urteil verkündet: Der Erstangeklagte fasste 30 Monate Haft aus, wobei er 10 davon unbedingt absitzen muss. Zudem wird ihm eine Bewährungshilfe gestellt und er muss 3 Jahre ein Alkoholverbot einhalten. Die anderen wurden zu 24, 22, 18, 15, 14 und 8 Monaten Haft verurteilt, wobei Teile davon bedingt ausgesprochen wurden.

Staatsanwaltschaft äußert sich nicht dazu 

2 der Angeklagten müssen zusätzlich eine Geldstrafe von 2.160 bzw. 5.040 Euro bezahlen. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

Die Beschuldigten baten um 3 Tage Bedenkzeit, weshalb der Urteilsspruch nicht rechtskräftig ist.

Die Männer mussten sich wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz verantworten. Sie sollen 2013 in Österreich die rechtsradikale Verbindung „Legion Werwolf – Sektion Ostmark“ gegründet haben, außerdem waren einschlägige Tätowierungen und Aussagen Gegenstand der Verhandlung. Ursprünglich waren 8 Männer angeklagt, doch nur 7 waren erschienen.

apa

stol