Mittwoch, 04. März 2015

Stillschweigende Zustimmung zur Freigabe der Patientenakte

Gesundheitslandesrätin Martha Stocker hat am Mittwoch bei der Sitzung der Gesundheitskommission in Rom den enormen bürokratischen Aufwand bei der Einholung der Zustimmung für die elektronische Patientenakte vorgebracht.

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Foto: © shutterstock

"Die seit Ende 2014 notwendige Privacy-Zustimmung für die Erstellung und Verarbeitung der Patientenakte ist mit einem erheblichen bürokratischem Aufwand für Patienten und Verwaltung verbunden", so Stocker.

Bei der Sitzung der Gesundheitskommission am Mittwoch wurde daher einstimmig beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe unter der Führung von Südtirol, Trentino und Friaul-Julisch Venetien einen Vorschlag zur Privacy-Bestimmung für die Regionenkonferenz erarbeiten soll.

"Es muss unser Ziel sein, in absehbarer Zukunft die stillschweigende Zustimmung einzuführen", betont Stocker.

Sollte ein Patient mit dem Zugang des ärztlichen Personals zur Patientenakte nicht einverstanden sein, muss er laut der angestrebten Regelung dies ausdrücklich ablehnen.

"Auf jeden Fall wäre mit der Umkehrung des Zustimmungsprinzips nach wie vor sichergestellt, dass nur das aktuell behandelnde Personal Einsicht in die Akte hat", erklärt Stocker.

Dass diese Maßnahme nicht nur in Südtirol eine Erleichterung für alle Beteiligten darstellen würde, zeigte die Reaktion der Mitglieder der Kommission, welche der Landesrätin für ihren Vorstoß dankten. 

stol

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