Sonntag, 27. Januar 2019

Sucharbeiten nach Dammbruch in Brasilien vorerst eingestellt

Nach dem verheerenden Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien haben die Einsatzkräfte ihre Suche nach Verschütteten vorerst eingestellt. Es bestehe die Gefahr eines zweiten Dammbruchs an dem Bergwerk im Bundesstaat Minas Gerais, berichtete das Nachrichtenportal G1 am Sonntag.

Zahlreiche Häuser sind völlig zerstört.
Zahlreiche Häuser sind völlig zerstört. - Foto: © APA/AFP

„Ich warte darauf, dass wir die Suche wieder aufnehmen können“, sagte Fabrício Oliveira vom Verband der freiwilligen Feuerwehr. 130 israelische Soldaten waren auf dem Weg nach Brasilien, um bei der Suche zu helfen.

Die Feuerwehr evakuierte mehrere Orte in der Region. Rund 24 000 Menschen werden in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Minenbetreiber Vale hatte zuvor an einem Rückhaltebecken erhöhte Wasserstände gemessen und Alarm ausgelöst.

Am Freitag war ein anderer Damm der Mine gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst. Mindestens 37 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, rund 250 wurden auch am Sonntag noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer dürfte daher noch weiter steigen.

Wie es genau zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte Vale-Präsident Fábio Schvartsman. Insgesamt ergossen sich nach Angaben des Unternehmens rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm über die Anlage und die nahe liegenden Siedlungen.

dpa

stol