Donnerstag, 22. Dezember 2016

Südtirol: Christkindlmärkte werden fast zur Festung

Nach dem Attentat in Berlin werden Südtirols große Christkindlmärkte beinahe zur Festung. Um unkontrollierte Zufahrten von Fahrzeugen zu vermeiden, dürfen ab heute, 14 Uhr, keine Busse mehr über den Bozner Waltherplatz fahren. Dessen Zufahrten werden rigoros mit einem massiv aufgestockten Aufgebot an Sicherheitskräften überwacht.

Um unkontrollierte Zufahrten von Fahrzeugen zu vermeiden, dürfen ab heute, 14 Uhr, keine Busse mehr über den Bozner Waltherplatz fahren. - Foto: DLife
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Um unkontrollierte Zufahrten von Fahrzeugen zu vermeiden, dürfen ab heute, 14 Uhr, keine Busse mehr über den Bozner Waltherplatz fahren. - Foto: DLife

Die neuen Weisungen gehen auf Innenminister Marco Minniti zurück, der  am Dienstagabend  die Regierungskommissariate schriftlich zu noch mehr Wachsamkeit aufgerufen hat. „Nach dem Anschlag von Berlin ist die Verantwortung groß, sodass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen“, so Minniti in einer Aussprache mit den SVP-Senatoren Karl Zeller  und Hans Berger. Er versteife sich nicht auf Betonblockaden an den Zugängen zu den Christkindlmärkten. „Es muss aber sichergestellt sein, dass kein Fahrzeug auf die Märkte durchbrechen kann“, so Zeller.

Sicherheitsvorkehrungen werden angehoben

Bei einem eiligst einberufenen Sicherheitsgipfel am Regierungskommissariat mit Staatspolizei, Carabinieri, Finanzpolizei und Stadtpolizei-Einheiten wurden gestern Vormittag Nägel mit Köpfen gemacht. „Die seit Wochen  erhöhten Sicherheitsvorkehrungen werden noch einmal angehoben: Noch mehr Personal, noch mehr Kontrollen und noch mehr Sichtbarkeit der Ordnungshüter“, so Vize-Regierungskommissarin Francesca De Carlini.

D/bv/em

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Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Donnerstagsausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

stol