Montag, 11. Dezember 2017

Südtirol trägt weiß – Verkehr stockt

Die Meteorologen hatten es vorausgesagt: Zu Wochenbeginn schneit es im ganzen Land. So schön die Flocken sind, der Vormittagsverkehr ist ins Stocken geraten und auch die Lawinengefahr steigt.

Auch in Kaltern schneit es.
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Auch in Kaltern schneit es. - Foto: © STOL

Wer im Süden des Landes am Montagmorgen aus dem Fenster schaut, sieht vor allem eines: Schnee. In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es zu scheinen begonnen, der Schneefall wird den ganzen Tag über anhalten und stärker werden. In den nächsten Stunden, so Landesmeteorologe Dieter Peterlin, wird sich der aus Süden kommende Schneefall über das ganze Land ausbreiten.

Allerdings werden nicht nur die Schneeflocken dichter werden, auch der Wind wird im Laufe des Tages zunehmen – im Hochgebirge gibt’s Orkanböen von über 120 km/h. In Nordtirol, vor allem im Raum Innsbruck, richtete der Föhnsturm am Sonntag Schäden an, Nordtirol rät von Aktivitäten im Wald ab und mahnt zur Vorsicht im Hochgebirge.

In Deutschland und Großbritannien sorgte der starke Schneefall für Chaos auf den Straßen, auch der Luftverkehr musste eingeschränkt werden (STOL hat berichtet). In Norditalien warnen die Behörden vor Glatteis, ein elektobetriebener Zug musste am Sonntagnachmittag aufgrund von Frostschäden an der Leitung auf der Strecke zwischen Mailand und Genua seine Fahrt unterbrechen, die Passagiere harrten mehrere Stunden lang im Zug aus. In Ligurien, der Toskana und Kampanien wurden aufgrund starken Regens Unwetterwarnungen ausgegeben.

Verzögerungen im Straßenverkehr

Auch in Südtirol warnen die Behörden vor Schnee und Glätte auf den Straßen, sie fordern die Verkehrsteilnehmer auf, langsam zu fahren. Aufgrund der Schneefälle kommt es zurzeit – vor allem im Großraum Bozen, aber auch in Meran – zu Verzögerungen im Straßenverkehr. Überfüllte Busse konnten wartende Pendler teilweise nicht mehr mitnehmen. Auf der Brennerautobahn wurde die Südspur zwischen Trient Nord und Trient Süd gesperrt.

Ob in Bozen...Foto: STOL

...oder in Deutschnofen, es schneit. - Foto: Martin Zelger

Die Lawinengefahr wurde auf Stufe 4 angehoben.

stol

stol