Mittwoch, 27. Januar 2016

Tag des Gedenkens auch in Meran

Auch in Meran fanden am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts Feierlichkeiten statt. An der mahnenden Tafel an der Zueggstraße, die an die Gräuel des Nazi-Regimes erinnert, wurde ein Kranz niedergelegt.

Auch in Meran wurde der Opfer des Holocausts gedacht.
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Auch in Meran wurde der Opfer des Holocausts gedacht.

An der Feier nahmen auch Vizebürgermeister Andrea Rossi, Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde sowie der Ordnungskräfte teil. Der Ort des Gedenkens wurde am 27. Jänner 2010 auf dem Areal der ehemaligen Bosin-Kaserne offiziell eingeweiht. Dort erinnert eine marmorne Gedenktafel, die an der Umzäunungsmauer  angebracht wurde, an die leidvolle Geschichte des Orts.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die damalige Kaserne der Grenzwache in ein Konzentrationslager umgewandelt. Diese Außenstelle des Bozner Durchgangslagers - anfangs in der nahe gelegenen Rossi-Kaserne eingerichtet - war vom Oktober 1944 bis April 1945 in Betrieb.

Frauen und Männern aus verschiedenen Sprach- und Religionsgemeinschaften wurden hier eingesperrt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Um Weihnachten 1944 gelang es zwei jungen Frauen über die Umzäunungsmauer zu klettern und aus dem Lager zu fliehen. Dank der Hilfe einiger Meraner Bürgern konnten sie sich in Sicherheit bringen.

stol

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