Mit einem Kricket-Schläger bewaffnet war Hotak Faisal am vergangenen Samstag vor den Augen zahlreicher Passanten – darunter auch Kindern – auf den Bozner Talferwiesen in eine wilde Auseinandersetzung mit einer Gruppe Nordafrikaner verwickelt gewesen (siehe Video).Wie sich herausstellte, dürfte die Hetzjagd auf den Talferwiesen ein Racheakt gewesen sein. Bereits am Freitagabend soll es im Bozner Bahnhofspark zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen sein. Dabei soll ein Afghane niedergestochen worden sein.Verurteilt, aber auf freiem FußAm Montag wurde Faisal in einem Schnellverfahren am Bozner Landesgericht zu einer Haftstrafe verdonnert. Der 22-Jährige stimmte im Eilverfahren einem Vergleich über 1,5 Jahre Haft ohne Bewährung zu.Trotzdem verließ der Afghane den Bozner Gerichtssaal als freier Mann. Der Grund dafür: Er ist noch nicht vorbestraft und die verhängte Haftstrafe liegt unter jener gesetzlichen Schwelle, ab der man hinter Gitter muss.Quästor beantragt SpezialüberwachungNun ist Bozens Quästor Lucio Carluccio tätig geworden: Er hat bei Gericht Spezialüberwachung für Faisal beantragt. Zudem hat er zwei weitere Afghanen und einen Mann aus Mali, die ebenso in die Schlägerei auf den Talferwiesen verwickelt gewesen sein sollen, mündlich verwarnt. Über zwei Zentralafrikanern wurde ein Aufenthaltsverbot in der Gemeinde Bozen verhängt.Weitere Schlägerei in Südtiroler StraßeAuch bei den mutmaßlichen Schläger einer zweiten Prügelei in Bozen – am Samstag waren sich in der Südtiroler Straße drei Italiener und ein Marokkaner in die Haare geraten – griff der Quästor durch: Zwei italienische Staatsbürger, die bereits vorbestraft waren, verwarnte er, den Marokkaner wies Carluccio aus.stol