Montag, 12. Dezember 2016

Taxifahrer schlägt Fahrgast: Jetzt schaltet sich Bozen ein

Mit Beschimpfungen, Verletzungen und einem Raubüberfall: So soll Anfang Dezember eine Fahrt mit einem Taxi für eine 33-Jährige in Bozen geendet haben. Nun befindet die Gemeinde Bozen darüber, ob sie dem Mann die Lizenz nehmen will.

Für eine 33-Jährige endete eine Taxifahrt Anfang Dezember mit Beleidigungen und Blutergüssen.
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Für eine 33-Jährige endete eine Taxifahrt Anfang Dezember mit Beleidigungen und Blutergüssen. - Foto: © shutterstock

Die geschädigte Frau stammt zwar ursprünglich aus Kenia, doch lebt sie bereits seit zwölf Jahren in Bozen. Sie kennt die Stadt – und so fiel ihr auch auf, als der Fahrer eines Taxis, das sie in einer Dezembernacht gerufen hatte, offenbar eine unnötig lange Strecke zurücklegen wollte. Sie beschwerte sich – und soll dafür unter anderem Beschimpfungen und körperliche Attacken kassiert haben.

Die Bozner Quästur hat den Taxifahrer bereits angezeigt. Am Montag befand nun auch die Gemeinde Bozen darüber, ob sie ihrerseits Konsequenzen ziehen will. Denn es ist die Gemeinde, die die Taxi-Lizenzen erteilt und sie auch wieder entziehen kann.

Bürgermeister Renzo Caramaschi kündigte an, dass sich die Kommission für Taxilizenzen innerhalb 48 Stunden zusammensetzen und anhand der Unterlagen des Quästors eine Entscheidung über eine etwaige Aussetzung treffen werde. “Anhand der vorliegendene Unterlagen plädiere ich persönlich dafür, dass der mutmaßliche Täter die Konsequenzen für sein Handeln tragen soll”, wird der Bürgermeister in einer Aussendung der Gemeinde zitiert.

stol

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