Freitag, 13. Mai 2016

Terrorverdacht: Angeklagte weisen jegliche Schuld zurück

Die in Südtirol wegen Terrorverdachts verhafteten Abdul Rahman Nauroz, Eldin Hodza, Hasan Saman Jalal und Abdula Ali Sali haben jegliche Verstrickung in terroristische Umtriebe zurückgewiesen.

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Foto: © STOL

Vor Richter Marco La Ganga erklärte Nauroz am Freitag beim verkürzten Verfahren, er sei überzeugt gewesen, dass er in einem Land, in dem freie Meinungsäußerung herrsche, auch in Chat-Foren frei sprechen könne.

Er räumte ein, Mullah Krekar, der verdächtigt wird, der Kopf der Zelle Ratwi Shax zu sein,  persönlich zu kennen. Das sei aber schon alles.

Hodza hatte im Verhör unterstrichen, dass er nie in Syrien und schon gar nicht in einem Trainingscamp gewesen sei,  er sei nur in die Türkei gereist. Kontakt zu Krekar habe er nie gehabt, das betonten auch Jalal und Sali. Dem Antrag ihres Verteidigers Stefano Zucchiatti, einen Teil der Abhörprotokolle neu zu übersetzen, gab Richter La Gange nicht statt.

Den 4 Männern, die alle hinter Gittern sind, wird im Sinne von Artikel 270 bis des italienischen Strafgesetzbuches zur Last gelegt, einer Vereinigung anzugehören, die auf terroristische Zwecke und auf die Beseitigung der demokratischen Ordnung abzielt. Erschwerend komme noch hinzu, dass es sich um ein länderübergreifendes, kriminelles Netzwerk handle.

Das Urteil soll am 25. Mai fallen.

rc

stol