Freitag, 12. August 2016

Thailändische Polizei schließt Terrorakt nach Bombenserie aus

Nach der Bombenserie in Thailand mit mindestens vier Toten hat die thailändische Polizei einen Terrorakt ausgeschlossen.

Nach den Bombenanschlägen in Thailand schließt die thailändische Polizei einen Terrorakt aus.
Nach den Bombenanschlägen in Thailand schließt die thailändische Polizei einen Terrorakt aus. - Foto: © APA/AFP

„Das ist nur örtliche Sabotage, die sich auf begrenzte Gebiete und Provinzen beschränkt“, sagte der stellvertretende Sprecher der nationalen Polizei, Piyapan Pingmuang, am Freitag in Bangkok.

Demnach explodierten mindestens elf Bomben in insgesamt fünf Provinzen im Süden des Landes. Vier Menschen wurden getötet und dutzende weitere verletzt, unter ihnen mehrere Ausländer. Noch sei unklar, welche Gruppe hinter den Anschlägen stecke, sagte Pingmuang weiter. Er wies jedoch Spekulationen zurück, wonach muslimische Rebellen verantwortlich sein könnten.

Die Anschläge ereigneten sich binnen 24 Stunden im Badeort Hua Hin, auf der Urlaubsinsel Phuket sowie im äußersten Süden des Landes, wie die Behörden mitteilten. Angaben zu getöteten Urlaubern gab es zunächst nicht.

Die Polizei wies ihre Sicherheitskräfte im ganzen Land an, die Sicherheit rund um wichtige Regierungsgebäude und Plätze, vor allem Busbahnhöfe, Bahnhöfe, Flughäfen, Touristenattraktionen, Restaurants und Vergnügungsviertel zu verstärken. Örtliche Medien berichteten von mehreren Feuern in südlichen Provinzen. Es war jedoch nicht sofort klar, ob die Brände in Zusammenhang mit den Bombenexplosionen standen.

Die Anschläge erfolgten einen Tag vor einem Feiertag zu Ehren des Geburtstags von Königin Sirikit und wenige Tage nach einem umstrittenen Referendum über eine von der regierenden Militärjunta ausgearbeitete Verfassung.

Die Militärjunta, die 2014 nach einer Phase blutiger Unruhen die Macht ergriffen hatte, hält sich selbst zu Gute, das Königreich wieder zu Stabilität und Ordnung geführt zu haben. Allerdings ist es auch dem Militär nicht gelungen, den seit Jahren im äußersten Süden des Landes schwelenden Aufstand muslimischer Rebellen in den Griff zu bekommen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 6.500 Menschen getötet.

apa/afp

stol