Mittwoch, 12. August 2015

Trient: Mann tötet aus Eifersucht Partnerin, deren Tochter und sich selbst

Schreckliche Bluttat in Trient: In der zentralen Marchetti-Straße hat ein 63-jähriger Mann am Mittwoch gegen 15 Uhr ersten Angaben zufolge zuerst seine Partnerin (53) und deren Tochter (27) erstochen und dann sich selber vom Fenster in einen Innenhof in den Tod gestürzt.

Nach dem Doppelmord und Selbstmord in Trient mussten drei Leichen weggebracht werden. (Foto: L'Adige)
Nach dem Doppelmord und Selbstmord in Trient mussten drei Leichen weggebracht werden. (Foto: L'Adige)

Der Alarm ging laut der Nachrichtenagentur ANSA kurz vor 15 Uhr ein. Nachbarn hatten den Mann beim Sprung aus dem Fenster gesehen.

Sofort eilten Polizei, Carabinieri, Notarzt und Rotes Kreuz zum Tatort. Auch Staatsanwalt Pasquale Profiti traf kurz darauf ein.

Die ersten Einsatzkräfte fanden in dem Haus in der Marchetti-Straße ein Bild des Schreckens vor: Ein Mann lag leblos im Innenhof und zwei Frauen wurden erstochen in einer Wohnung aufgefunden.

 

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Jede Hilfe kam zu spät

Für alle drei Personen kam jede Hilfe zu spät. Sofort wurde das Haus weiträumig abgeriegelt.  

Beim mutmaßlichen Täter soll es sich laut den ersten Angaben der Ordnungshüter um den 63-jährigen Claudio Rampanelli, einen ehemaligen Spengler, handeln.

Die erstochene Partnerin Laura Simonetti war 53 Jahre alt und Hausfrau.

 

Das Haus, in dem sich die Tragödie abgespielt hat. Foto: L'Adige

 

Ex-Partner der Frau wohnte im selben Haus 

Zusammen mit den Beiden lebte das zweite Mordopfer, die 27-jährige Paola Ferrarese. Die junge Frau, die kurz vor dem Architektur-Studienabschluss stand, war die Tochter von Simonetti und deren ehemaligem Partner, der ebenfalls im selben Gebäude wohnt. Der mutmaßliche Mörder und die beiden Opfer wohnten im ersten Stockwerk, der Ex-Partner der Frau hingegen im zweiten Stock. 

 

Der Tatort befindet sich östlich der Piazza del Duomo.

Zwei Freunde Rampanellis und Simonettis, die geschockt das Geschehen mitverfolgten, haben das Paar gemäß ANSA als "ruhig und normal" beschrieben; nichts habe auf Probleme hingedeutet.

Laura Simonetti und ihr Ex-Partner haben auch einen 30-jährigen Sohn, der in Hongkong lebt - und nun seine Mutter und seine Schwester auf tragische Weise verloren hat.

Hinweise auf Eifersuchtsdrama

Staatsanwalt Profiti, hat den Medienvertretern am Tatort erste Details genannt, unter anderem hat er einen Abschiedsbrief erwähnt, der auf ein Eifersuchtsdrama schließen ließe. 

stol/ds

stol