Donnerstag, 29. November 2018

Trockenfrüchte sind eine Delikatesse - aber Vorsicht!

In der Advent- und Weihnachtszeit steigt die Gefahr des versehentlichen „Verschluckens“ von Nüssen und Trockenfrüchten. Besonders Kleinkinder sind gefährdet, betont der Südtiroler Sanitätsbetrieb in einer Aussendung.

Nüsse und Trockenfrüchte können leicht in die Atemwege gelangen.
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Nüsse und Trockenfrüchte können leicht in die Atemwege gelangen. - Foto: © shutterstock

Nüsse und Trockenfrüchte können in die Atemwege gelangen, weist der Primar der Abteilung Pneumologie des Krankenhauses Bozen, Lucio Bonazza, auf diese potentielle Gefahr hin. Vor allem in der Advent- und Weihnachtszeit werden gerne Nüsse und Trockenfrüchte gegessen. Dabei sollte man aber vorsichtig sein und die Gefahr des versehentlichen Verschluckens nicht unterschätzen.

Im Krankenhaus Bozen werden jedes Jahr ungefähr sechs bis acht Kinder mit einer Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper behandelt. Vor allem Kinder im Vorschulalter, deren Zahnentwicklung noch nicht vollendet ist, können bestimmte Speisen wie Erdnüsse, Nüsse, Mandeln und Ähnliches nicht genügend zerkleinern. Da Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang freien Lauf lassen und mit Speisen im Mund lachen, spielen und sprechen, können Teile der Speisen in die Atemwege gelangen. Dann droht Erstickungsgefahr. Die Entfernung der Speisefragmente aus der Luftröhre ist eine komplexe Angelegenheit - vor allem bei Kindern.

Deshalb: Kleinkindern lieber keine Trockenfrüchte geben und diese und ähnliche Nahrungsmittel kindersicher aufbewahren. Sollte sich ein Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen an Nüssen oder Trockenfrüchten verschlucken, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Denn je schneller der Fremdkörper entfernt wird, desto besser.

stol

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