Freitag, 05. August 2016

Über 100 Unwettereinsätze in ganz Südtirol: Ein Überblick

Die starken Niederschläge am frühen Freitag haben bis jetzt (Stand: später Vormittag) über 100 Einsätze erfordert.

Mehrere Muren gingen zwischen Riffian und Saltaus nieder. - Foto: Landesstraßendienst
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Mehrere Muren gingen zwischen Riffian und Saltaus nieder. - Foto: Landesstraßendienst

Am frühen Morgen kam es im gesamten Gebiet der Provinz zu starken lokalen Niederschlägen. Diese führten zu Schadenslagen und kurzfristigen Anhebungen der Fluss- und Bachpegel in den betroffenen Gebieten, meldet das Landeslagezentrum im Zivilschutzzentrum in der Drususallee in Bozen.

Die stärksten Niederschläge wurden vom Burggrafenamt über das Passeiertal bis ins Ridnauntal verzeichnet.

Wie der Landesstraßendienst berichtet, wurde nach dem Abgang einer größeren Mure die Staatsstraße 44 auf den Jaufenpass bei Riffian gesperrt. Zudem gingen mehrere kleine Muren auf derselben Straße zwischen Kuens und St. Martin in Passeier nieder. Die Straße wurde am Nachmittag vorerst einspurig mit Einbahnregelung wieder für den Verkehr geöffnet.

Die Aufräumarbeiten nach den Murabgängen zwischen Riffian und Saltaus sind im Gange. - Foto: Landesstraßendienst

 

Den ganzen Tag über gesperrt bleibt hingegen die Landesstraße in Kuens wegen Aufräumarbeiten nach einem Murenabgang. Bereits wieder offen ist die Landesstraße in Breiteben, von der kleinere Rutschungen schon entfernt wurden.

Der Mareitbach ist bei Sterzing über die Ufer getreten. Seit den Morgenstunden sind auch im Eisacktal die Einsatzkräfte im Einsatz.

Der Mareiterbach ist bei Sterzing über die Ufer getreten. - Foto: Landesagentur für Bevölkerungsschutz

 

Im gesamten betroffenen Gebiet sind die Freiwilligen Feuerwehren und alle anderen zuständigen Behörden hauptsächlich wegen Überschwemmungen, oberflächlichen Hangrutschungen usw. im Einsatz.

Landesnotrufzentrale verstärkt ihr Team

Bis zum späten Vormittag gab es bereits weit über 100 Einsätze. Von 4.30 bis 9 Uhr koordinierte die Landesnotrufzentrale in Bozen 112 Feuerwehr-Einsätze. Zudem mussten 27 Rettungseinsätze abgearbeitet werden. Zur Abarbeitung der enorm vielen Einsätze zog die Landesnotrufzentrale den Bereitschaftsdienst heran.

Die Niederschläge verlagern sich im Laufe des Nachmittags gegen Osten und klingen aus (hier das Interview mit Meteorologe Dieter Peterlin). Am Samstag kehrt der Sommer nach Südtirol zurück.

stol

stol