Sonntag, 12. Juli 2015

Über 1.500 Flüchtlinge seit Freitag im Mittelmeer gerettet

Die italienische Küstenwache ist im Dauereinsatz, um Migranten im Mittelmeer zu retten. Seit Freitag wurden über 1.500 Bootsflüchtlinge bei verschiedenen Einsätzen vor Libyen in Sicherheit gebracht.

Allein am Samstag wurden 540 Migranten vor Libyen gerettet. Sie befanden sich an Bord von zwei Schlauchbooten und zwei Fischkuttern, berichteten italienische Medien.

In Palermo wurden indes zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen. Sie werden beschuldigt, für den Tod von zwölf Migranten verantwortlich zu sein. Die afrikanischen Migranten waren am Donnerstag auf einem sinkenden Schlauchboot rund 70 Kilometer vor der libyschen Küste gestorben. Das Schlauchboot war heillos überfüllt. Die überlebenden Migranten trafen am Samstag in Palermo ein.

Immer wieder sterben Flüchtlinge auf der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer nach Europa. Im ersten Halbjahr 2015 kamen nach UNO-Angaben dabei mehr als 1.800 Menschen ums Leben. Laut italienischen Medien sind seit Jahresbeginn fast 72.000 Migranten in Süditalien eingetroffen.

Im Vorjahr waren bis zum 30. Juni laut den italienischen Behörden 63.885 Flüchtlinge registriert worden. Erfahrungsgemäß verschlimmert sich die Situation über den Sommer.

Flüchtlinge aus Eritrea in Jenbach festgenommen

Am Bahnhof in Jenbach ist am Samstag eine 24-köpfige Gruppe von Flüchtlingen aus Eritrea festgenommen worden. Die Personen sollten am Sonntag nach Italien zurückgebracht werden, kündigte die österreichische Polizei an.

Die 24 Migranten waren in einem internationalen Reisezug in Richtung Norden unterwegs. Möglicherweise hatten sie angenommen, bereits ihr Ziel in Deutschland erreicht zu haben. Die Nacht verbrachten sie im Anhaltezentrum in Plon bei Steinach am Brenner.

apa

stol