Zum Unglück kam es an der 3859 Meter hohen Königsspitze. "Eine Sechsergruppe war auf dem Weg zur Spitze, als es auf der Oberen Schulter auf rund 3700 Höhenmetern zu dem Unglück kam", berichtet Olaf Reinstadler, Leiter der Bergrettung Sulden. Die Bergretter wurden gegen 8.15 Uhr verständigt, nachdem einer ihrer Kollegen Alarm geschlagen hatte. "Er war am Berg mit einer nachfolgenden Gruppe unterwegs und hat den Absturz gesehen", so Reinstadler.Falsch fixiert? 200 Meter abgestürztWie es zum Unglück kam, ist derzeit noch unklar. "Die Gruppe hatte zwar ein Fixseil gespannt, aber womöglich hatte sich der Mann falsch eingehängt", so der Rettungsstellenleiter. Die Bergrettung Sulden ist mit drei Mann ausgerückt. Der Rettungshubschrauber Pelikan 2 war im Einsatz. Foto: lieAuch der Rettungshubschrauber Pelikan 2 war im Einsatz und flog die Helfer zum Unfallort. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Es war rund 200 Meter abgestürzt.In Etappen zum GipfelDie Sechsergruppe war am Dienstag nach Sulden angereist. Dann war sie mit der Seilbahn hochgefahren und zur Casatihütte (3269 m) aufgestiegen. Von dort ging der Weg am Mittwoch weiter zur Pizzinihütte (2706 m).Am Donnerstag wurde schließlich die Königsspitze in Angriff genommen - dabei kam es zum Unglück.Leichnam und geschockte Kollegen zu Tal gebrachtDer Leichnam wurde geborgen und nach Sulden geflogen. Von dort wird er nach Schlanders in die Totenkapelle des Krankenhauses gebracht. Die geschockten Seilschaftskollegen wurden von der Bergrettung nach Santa Caterina begleitet, von wo aus sie nach Sulden zurückgebracht werden.Beim Opfer soll es sich nach ersten Angaben nicht um eine Person aus Südtirol handeln, sondern um einen Bergsteiger (55) aus Deutschland. Die Carabinieri von Prad am Stilfserjoch ermitteln.stol/ker