Mittwoch, 13. September 2017

Unkrautbekämpfung: Meran setzt auf Handarbeit

Ohne Glyphosat auskommen: Im Juli 2016 hatte der Meraner Gemeinderat beschlossen, glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel von den öffentlichen Grünflächen zu verbannen. Auch bei der Unkrautbekämpfung haben die Stadtwerke Meran und die Stadtgärtnerei mittlerweile zu sanfteren und umweltfreundlicheren Methoden gegriffen.

Ein Wildkrautentfernungsgerät. Symbolbild.
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Ein Wildkrautentfernungsgerät. Symbolbild.

Die Entfernung des Unkrauts entlang Straßen und Gehsteigen wird händisch mit Hilfe von Fadenmähern vorgenommen. Seit Beginn dieses Jahres werden dafür keine Substanzen chemischer oder biologischer Herkunft mehr verwendet. Die dadurch entstandenen jährlichen Mehrkosten wurden auf 25.000 bis 30.000 Euro geschätzt.

Die Unkrautbekämpfung in den Parkanlagen, die der Stadtgärtnerei obliegt, erfolgt großteils ebenfalls händisch. Nur in gewissen Bereichen wird zur Unterstützung auf ein biologisches Mittel (Pelargonsäure) zurückgegriffen. Die Stadtgärtnerei hat aufgrund des großen Bedarfs nun ein Wildkrautentfernungsgerät angekauft, das in Kürze in Betrieb genommen wird und für den Einsatz entlang der Park-Gehwege eingeplant ist.

„Natürlich haben wir in der Gartenstadt Meran in diesem Bereich einen erhöhten Bedarf“, erklärte Stadträtin Gabi Strohmer. „Doch Ausgaben für die Pflege des öffentlichen Raums und insbesondere unserer Parks und Grünanlagen sind notwendig und in jedem Fall gerechtfertigt.“

Probleme mit Schadstoffen gibt es in Meran jedenfalls keine – darauf deuten alle Kontrollen hin, welche von der Landesagentur für Umwelt und von den Stadtwerken regelmäßig durchgeführt werden. Kontrolliert werden vor allem Trink- und Grundwasser. Eventuelle Schadstoffe, die im Trinkwasser vorkommen, sind weit unter den gesetzlichen Grenzwerten und in den allermeisten Fällen aufgrund der geringen Konzentration gar nicht mehr feststellbar.

"Die Analysen des Trinkwassers bescheinigen der Kurstadt eine ausgezeichnete Wasserqualität", bestätigte Strohmer. „Natürlich verfügt die Gemeinde nicht über ein eigenes Labor, in dem ständig Proben analysiert werden – das wäre schlichtweg zu teuer und angesichts der vorliegenden Werte auch nicht gerechtfertigt.“
Im Gegenteil: Das Wasser in den Meraner Leitungen ist von exzellenter Qualität, stammt es doch zu 95% aus Quellen und wird im Felsen mit wichtigen Mineralstoffen angereichert. Diesen Rekordwert erreichen nur wenige andere Städte. „Trotzdem werden Wasserspeicher, Quellen und Tiefbrunnen natürlich ständig im Auge behalten, um bei Problemen schnell reagieren zu können“, so Strohmer abschließend.

stol

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