Dienstag, 12. Juni 2018

Vals: Hund frisst Giftköder

Am Sonntag ist es in Vals auf dem Weg zum Stoaner-Mandl im Jochtal zu einem besorgniserregenden Vorfall gekommen.

Milo hatte Glück. - Foto. Privat
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Milo hatte Glück. - Foto. Privat

Oswald Neumair war dort mit seinem Hund Milo unterwegs. Plötzlich beobachtete der Besitzer, dass Milo einen kleinen rosa Gegenstand, der wie ein Lutscher oder Kaugummi aussah, zu sich nahm. Weder ein bestimmtes ‚Pfui‘ noch ein Ruck an der Leine half, erklärte Neumair gegenüber STOL. Milo hatte den Köder bereits geschluckt.

Oswald Neumair hatte von Anfang an ein mulmiges Gefühl und begab sich unverzüglich in den tierärztlichen Notdienst nach Brixen, dort erbrach der Hund nach einer Behandlung die rosa Masse. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich nicht gesehen hätte, dass Milo den Köder zu sich genommen hat“, sagt Neumair bestürzt.

Auch viele Kinder auf Wegen unterwegs 

„Der Köder lag neben der Forststraße, auf der auch viele Kinder unterwegs sind“, so der Hundebesitzer. Er meldete den Vorfall dem Tourismusverein. „Der Vorfall tut uns leid, auch wenn wir nicht zuständig sind. Bisher haben wir noch nie so etwas gehört“, sagte Geschäftsführer Christoph Seeber auf Anfrage. Der Tourismusverein habe am Montag dann alle Wege abgesucht, aber glücklicherweise keine weiteren Köder gefunden.

Christoph Hintner vom Forstinspektorat war von dem Vorfall überrascht. Bisher hatte er nie von Giftködern dort gehört. Das Auslegen sei verboten, erklärt er. Darauf steht eine Gefängnisstrafe von 3 bis 18 Monaten sowie eine Geldstrafe von 5000 bis 30.000 Euro.

D/stol/mpi

stol