Sonntag, 01. November 2015

Vater des mutmaßlichen Mörders aus Brandenburg: „War Einzelgänger“

Der Vater des mutmaßlichen Kindermörders aus Brandenburg berichtet darüber, wie er seinen Sohn mit den Verbrechen konfrontiert hat.

Der mutaßliche Mörder des Flüchtlingskindes Mohamed (im Bild) und des sechsjährigen Elias habe, laut Aussagen seines Vaters, ruhig reagiert und wie immer gewirkt, als er von seinen Eltern zur Rede gestellt wurde.
Der mutaßliche Mörder des Flüchtlingskindes Mohamed (im Bild) und des sechsjährigen Elias habe, laut Aussagen seines Vaters, ruhig reagiert und wie immer gewirkt, als er von seinen Eltern zur Rede gestellt wurde. - Foto: © APA/EPA

Der „Bild am Sonntag“ sagte der 72-Jährige: „Als ich das Fahndungsbild gesehen habe, habe ich ihn direkt erkannt. Das ist er, hab ich gedacht.“ Als er seinen Sohn zur Rede gestellt habe, habe der 32-Jährige die Tötung von Mohamed zugegeben.

„Er war ganz ruhig, keine Tränen, wirkte wie immer. Ich habe zu meiner Frau gesagt: Los, ruf die Polizei an. Er hat uns auch nicht davon abgehalten. Meine Frau hat zum Hörer gegriffen.“

Der Vater berichtet auch über die Jugend des mutmaßlichen Mörders in Niedergörsdorf-Kaltenborn im Süden Brandenburgs. „Meine Tochter ist schon früh ausgezogen, aber er eben nicht – er war ein Einzelgänger.“

Vater: "Alles war gut"

Im Dachgeschoss habe sein Sohn zwei Zimmer. Als Wachmann habe er immer die ganze Nacht gearbeitet, „dann haben wir gefrühstückt, dann hat er sich hingelegt und nach dem Abendessen ist er wieder los zur Arbeit gefahren. Wir wussten nur, dass er da ist, wenn sein Transporter vor der Tür stand. Alles war gut.“

Der 32-jährige Wachmann hat die Morde an dem sechsjährigen Elias aus Potsdam und dem vierjährigen Flüchtlingskind Mohamed gestanden und sitze jetzt in Untersuchungshaft. Deutlich bessere Fahndungsfotos brachten nach wochenlangen Ermittlungen schließlich den Durchbruch für die Polizei.

dpa

stol