Dienstag, 28. März 2017

Vater tötet Kinder in Trient – vermutlich Geldsorgen

Am Morgen greift Gabriele Sorrentino zu einem stumpfen Gegenstand und schlägt zu: Der 45-Jährige soll am Montag seine zwei kleinen Kindern in Trient erschlagen haben. Danach beging er Selbstmord. Die Ermittlungen zur Bluttat laufen. Eine erste Hypothese steht: Geldsorgen.

Ein Vater hat in Trient seine zwei kleinen Kinder ermordet. Die beiden wurden nur 4 und 2,5 Jahre alt. - Foto: DLife
Ein Vater hat in Trient seine zwei kleinen Kinder ermordet. Die beiden wurden nur 4 und 2,5 Jahre alt. - Foto: DLife

Ersten Erkenntnissen zufolge sollen möglicherweise finanzielle Schwierigkeiten hinter der schrecklichen Gewalttat vom Montag stecken: Wie berichtet, hatte am späten Vormittag eine Mutter ihre zwei kleinen Kinder tot in der Wohnung im Trientner Stadtteil „Delle Albere“ aufgefunden. Schnell geriet der Vater unter Verdacht. Gabriele Sorrentino wurde gegen die Mittagszeit in einer Schlucht außerhalb der Stadt aufgefunden. Offenbar hatte er die Kinder erschlagen und sich dann in den Tod gestürzt (STOL hat berichtet).

Der Vater war für die Finanzen zuständig

Geldsorgen als Auslöser: Einem Bericht, den „La Repubblica“ online veröffentlichte, zufolge stellte der stellvertretende Staatsanwalt von Trient Pasquale Profiti diese Hypothese auf. Angeblich bereitete Sorrentino der Kauf seiner Wohnung in "Le Albere" finanzielle Schwierigkeiten. Wie "Corriere della Sera" schreibt, habe sich der Mann im wirtschaftlichen Ruin befunden. Den Kauf der Wohnung beschreibt der "Corriere" als übertrieben, seit Monaten schon habe der Vater die Raten nicht mehr bezahlen können.

„Die Mutter verließ das Haus an jenem Morgen wie jeden Morgen. Der Vater kümmerte sich um die finanziellen Angelegenheiten und sorgte sich um die Kinder, wenn die Mutter nicht da war.“ Man habe keinen Abschiedsbrief gefunden, sagte Staatsanwalt Profiti der „Repubblica“, keinerlei Ankündigung, keinerlei Erklärung für die grausame Tat.

Groß, kräftig, gesellig

Gabriele Sorrentino wird als großer, kräftiger Mann beschrieben, einer, der viel redete und sich gerne unterhielt. Der Finanzberater und ehemalige Carabiniere befand sich laut Behörden weder in psychischer noch psychiatrischer Behandlung. Sorrentino - der in seiner Zeit als Carabinere auch einen Kurs bei der Hubschraubereinheit von St. Jakob bei Leifers absolviert hat - hinterlässt seine Frau und eine 13-jährige Tochter, die sich zur Tatzeit auf einem Schulausflug befand.

stol

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