Montag, 07. August 2017

Venezuela: Zwei Angreifer bei Attacke getötet

Bei der Niederschlagung eines Angriffs auf einen Militärstützpunkt in Venezuela sind Präsident Nicolas Maduro zufolge zwei Täter getötet worden.

Laut der sozialistischen Regierungspartei wurden acht Angreifer festgenommen.
Laut der sozialistischen Regierungspartei wurden acht Angreifer festgenommen. - Foto: © APA/AFP

Rund 20 Bewaffnete seien in der Früh in den Stützpunkt Paramacay nahe der Stadt Valencia westlich von Caracas eingedrungen, sagte Maduro am Sonntag in seiner wöchentlichen TV-Sendung. Er bezeichnete die Angreifer als „Söldner“.

Cabello spricht von „terroristischem Angriff“

Sie hätten sich Zugang zum Waffenlager verschafft. Bei einem Feuergefecht mit Soldaten seien zwei von ihnen getötet worden, sagte der Präsident. Es handelte sich scheinbar um den Versuch, einen Aufstand gegen Maduro auszulösen. Laut der sozialistischen Regierungspartei wurden acht Angreifer festgenommen. Darunter seien drei Angehörige des Militärs. Die übrigen Angreifer seien mit erbeuteten Waffen geflohen.

Der stellvertretende Sozialisten-Chef Diosdado Cabello sprach von einem „terroristischen Angriff“. In einem Video, das zum Zeitpunkt des Angriffs im Internet kursierte, erklärten mehrere Männer in Militäruniformen, sie wollten das Land zurück zur Demokratie führen. Sie riefen zur landesweiten Erhebung gegen Maduro auf. Dies sei kein Staatsstreich, sondern eine bürgerliche und militärische Aktion, um die Verfassungsordnung wiederherzustellen, sagte ein Mann, der sich als Ex-Offizier der Nationalgarden vorstellte.

Seit Monaten protestieren Teile der Bevölkerung gegen Maduro

Venezuela steckt in einer schweren Krise. Seit Monaten protestieren zahlreiche Menschen gegen Maduro. Dabei wurden etwa 120 Menschen getötet. Die Opposition macht den Staatschef für die wirtschaftliche Misere des ölreichen Landes verantwortlich und wirft ihm vor, eine Diktatur anzustreben. Maduro setzte eine Verfassungsversammlung durch, die am Wochenende umgehend seine schärfste Kritikerin, Generalstaatsanwältin Luisa Ortega, absetzte. Ihr soll der Prozess gemacht werden. In Lateinamerika löste das Vorgehen massiven Protest aus.

apa/reuters

stol