„Den Ankündigungen und Versprechungen der letzten Jahre, müssen endlich konkrete politische Maßnahmen folgen. Sonst wird der Notstand in der Betreuung und Pflege zum unüberschaubaren Problem und der Unmut unter den Sozial- und Gesundheitsberufen immer größer“, schreibt der Landesverband für die Sozialberufe. Unsere Gesellschaft steuere auf ein immer älter werdendes Problem zu. <h3> „Tage der Sozialen Arbeit finden kaum Beachtung“</h3><BR />Am 20 Februar 2023, wurde der dritte „Nationale Tag der Beschäftigten im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich und der Freiwilligen“ begangen, das Motto dieses Anlasstages war „Gemeinsam für die Gesundheit aller“.<BR /><BR />Der World Social Work Day (WSWD) oder Internationale Tag der Sozialen Arbeit (ITSA) ist 2003 durch das Engagement von europäischem Kolleg/innen ins Leben gerufen worden und wird immer Mitte März gefeiert. In der Zwischenzeit ist dieser Tag der Sozialarbeiter/innen auch in der UNO angekommen und anerkannt.<BR /><BR />Beide Anlasstage, erhielten in Südtirol kaum eine mediale Aufmerksamkeit und damit ließe sich die Unsichtbarkeit der Sozialberufe erklären, so der Verband. <h3> Lohngerechtigkeit</h3>„Die Entlohnung der Sozialberufe, muss sich an den geforderten Kompetenzen und der Verantwortung bei der Arbeitsausführung orientieren. Dabei spielt die gesellschaftliche Bewertung der Sozialberufe eine große Rolle, d.h. der Wert der Sozialberufe, muss sich an den notwendigen Kompetenzen, der übertragenen Verantwortung, sowie der erbrachten Leistungen orientieren, denn diese sind die Basis für die gerechte Entlohnung der Mitarbeiter/innen“, schreibt der Verband. <BR /><BR />Eines sei die Anpassung der Gehälter der Sozialberufe an die Gehälter der Gesundheitsberufe, wie Soziallandesrätin Frau Dr.in Waltraud Deeg immer betont. Das andere sei die Ungleichheit der Entlohnung innerhalb der Sozialberufe und die ungleiche Verteilung der Zulagen im letzten Teilvertrag, welcher im August 2022 unterschrieben wurde.<BR /><BR />„Die Aufwertung des Sozialberufes, beginnt mit angemessener Personalausstattung und einer gerechten, motivierenden und angemessenen Entlohnung und das gilt für alle Sozialberufe.<BR />Die Mitarbeiterinnen aus den Sozialberufen sind keine Lückenfüller und der Wert aller Sozialberufe muss neu vermessen werden“, so der Verband. <h3> Ausbildung</h3>Für die gestiegenen und erweiterten Anforderungen, müssen die Mitarbeiter/innen in den Sozialberufen auch künftig über umfangreiche Kompetenzen und Qualifikationen verfügen.<BR />Der „Neue Ausbildungslehrgang für Pflegehelferinnen“ ist ein Vorbereitungskurs, um als Privatist/in zur Prüfung an den Landesfachschulen für Sozialberufen antreten zu können und ist vorwiegend im Interesse des Arbeitgeberverbandes und der privaten Stiftung.<BR /><BR />„Diese Doppelgleisigkeit in der Ausbildung führt unweigerlich zu Diskussionen in Bezug auf Entlohnung und Kompetenzen. Hier braucht es eine gemeinsame Diskussion und kein Patchwork bzw. Flickwerk.“<BR /><BR /><h3> Landesverzeichnis und Berufskodex für die Sozialberuf</h3>Der Verband fordert außerdem „ein Landesverzeichnis für die Sozialberufe mit Fach- und Berufsausbildung, ein weiteres für die sogenannten „Badanti“ und eines für die privaten Anbieter/innen, damit endlich mehr Transparenz in den Betreuungs- und Pflegemarkt kommt und Mindestvoraussetzungen für die Betreuungsarbeit geschaffen und garantiert werden.„<BR /><BR />Der Verband kritisiert auch die Vertragsverhandlungen. Bei den Verträgen der Führungskräfte in Südtirol sei alles ganz schnell gegangen, während der Verband sich seit 12 Jahren für eine angemessene Entlohnung der Sozialberufe mit Fach- und Berufsausbildung einsetze.