Mittwoch, 18. März 2020

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Anlässlich des Vatertages am 19. März hebt der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) die wichtige Rolle von Vätern hervor und fordert mehr Maßnahmen in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Anlässlich des Vatertags fordert der KFS mehr Vereinbarkeit in Sachen Familie und Beruf.
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Anlässlich des Vatertags fordert der KFS mehr Vereinbarkeit in Sachen Familie und Beruf. - Foto: © shutterstock
Die Vater-Rolle hat sich gewandelt: vom ernsten Arbeiter, der nur zum Essen und Schlafen heim zur Familie kam, zum coolen Freizeitgestalter – jedenfalls an den Wochenenden, heißt es in einer Presseaussendung des KFS.

Aber was ist mit all den anderen Tagen unter der Woche? Da seien Väter die unter Tags ihre Zeit mit den Kids verbringen noch selten. Dies vor allem aus Arbeitsgründen.

Die Präsidentin des Katholischen Familienverbands Südtirol, Angelika Mitterrutzner betont: „Das ist schade, denn Väter erfüllen ihre Aufgabe so wunderbar, brauchen Kinder in dieser schnelllebigen labilen Zeit eine Figur wie den Vater, auf den sie aufschauen und sich orientieren können.“

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Daher macht sich der Katholische Familienverband Südtirol schon seit Jahren stark für eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, maßgeschneidert für Frauen genauso wie für Männer. „Wieso muss immer die Frau nach einer Geburt Mutterschaft nehmen“, fragt sich Präsidentin Angelika Mitterrutzner, „ wir müssen die Männer ermutigen, auch einmal über eine Vaterschaft nachzudenken.“

Der KFS fordert deshalb die Politik auf, die Rahmenbedingungen für die Familien in Südtirol zu verbessern. Einige der Forderungspunkte sind:
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen
- eine echte Wahlfreiheit garantieren
- eine qualitativ hochwertige außerfamiliäre Kinderbetreuung garantieren
- die Erziehungs- und Pflegezeiten für die Rente anerkennen
- die finanzielle Förderung der Familien verbessern
- eine positive Einstellung und Sichtweise zur Familie vermitteln
- Familiengemeinschaften stärken
- steuerliche Erleichterungen für die Familien.

Die Präsidentin des Katholischen Familienverbands Südtirol, Angelika Mitterrutzner, wünsche sich, „dass irgendwann der Anblick von Vätern auf Spielplätzen auch unter der Woche zu etwas Selbstverständlichem wird, und dass nicht mehr ausschließlich finanzielle Gründe die Inanspruchnahme der Vaterschaft verhindern. Dafür werden wir uns im Katholischen Familienverband Südtirol auch in Zukunft starkmachen“.
„Es wäre wünschenswert, würden sich mehr Männer trauen, in typische 'Frauenberufe' einzusteigen. Ich denke dabei an Kindergärten, Schulen und an die vielen Jobs im Sozialwesen“, so Mitterrutzner abschließend.

stol