Das Erlebnis der Südtirolerin zeigt, wie bedenklich die Veröffentlichung von an sich harmlosen Bildern im Internet sein kann.<BR /><BR /><BR /><BR />„Verkaufe Mädchenkleidung“: Solche an und für sich harmlosen Posts in Verkaufsgruppen in sozialen Netzwerken erreichen nicht nur Eltern, die gebrauchte Kleidung für ihre Kinder kaufen möchten, sondern auch Leute mit zumindest bedenklichen Absichten. Einer Südtiroler Mutter ist das in einer Verkaufsgruppe passiert.<BR /><BR />„Ich wollte ein Kleid meiner Tochter verkaufen. Ein unbekannter Mann hat Interesse gezeigt, wir haben uns über Privatnachricht geschrieben“, erzählt sie. Zuerst habe er um Unterwäsche gebeten, sie habe ihm Shirts angeboten. „Da hat er mir geschrieben, ob es möglich wäre, ihm gegen einen Aufpreis gebrauchte Slips zu verkaufen“, erzählt die Mutter. Sie sei erschrocken, war empört. Sie wandte sich an die Behörden. <h3> Nein zu „Baby-Tagebuch“ in sozialen Netzwerken</h3>Diese Geschichte zeigt, wie bedenklich die Veröffentlichung von Bildern im Internet sein kann. Und in diesem Fall war nicht einmal das Kind abgebildet, dessen Kleid verkauft werden sollte. Es kommt vor, dass auch die Träger der Kleidung abgebildet sind. Davon rät die Postpolizei dringend ab. „Wir wissen, dass ein Teil der Bilder in falsche Hände gerät“, sagt Ivo Plotegher, Leiter der Postpolizei Südtirols. <BR /><BR />Man sollte sehr gut darauf achten, welche Fotos der eigenen Kinder in Umlauf geraten. „Es gibt eine wachsende Zahl von Eltern, die das Leben ihrer Kinder in sozialen Netzwerken offen legen. Sie beginnen damit, Ultraschall-Fotos, Neugeborenen-Fotos, Aufnahmen von den ersten Baby-Bädern und vom ersten Schultag usw. zu veröffentlichen. Dieses Verhalten ist durch den Wunsch der Eltern motiviert, diese Inhalte mit Verwandten und Freunden zu teilen und ihnen eine Art Tagebuch über das Wachstum ihrer Kinder zu zeigen“, sagt Plotegher. <BR /><BR /><embed id="dtext86-53483162_quote" /><BR /><BR />Er erinnert daran, dass jedes Foto, das veröffentlicht wird oder man verbreitet, indem man es auch den besten Freunden schickt, für immer außer Kontrolle gerät. „Auch wenn auf den Bildern nur die Kinder im Badeanzug zu sehen sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Fotos die Bildersammlungen von Pädophilen anreichern“, warnt Plotegher. <BR /><BR />Nicht unterschätzt werden dürfe aber auch eine weitere Gefahr: Neben Bildern und Videos würden häufig Informationen im Internet bereitgestellt, die vertraulich bleiben sollten. Beispiele seien der Name der besuchten Schule oder wo und wann Sport-Trainings beginnen. All dies könnte Minderjährige weiteren Risiken aussetzen, einschließlich der Möglichkeit, im wirklichen Leben von Pädophilen angesprochen zu werden.<BR /><BR />„Es ist daher gut, dass die Eltern vorsichtig sind und die Inhalte, die sie veröffentlichen oder verbreiten, sorgfältig bewerten. Ratsam ist es, sicherzustellen, dass Profileinstellungen im Bereich Privatsphäre richtig eingestellt sind: Also nur Zugriff für Freunde und diejenigen, die man im wirklichen Leben kennt“, sagt Plotegher.<BR />