Freitag, 30. August 2019

Verkehrsunfall: Was tun?

Im Durchschnitt ereignen sich laut Angaben des Landesstatistikamtes ASTAT in Südtirol täglich fast 5 Unfälle mit Verletzten oder Toten. Im Jahr 2018 wurden 1710 Verkehrsunfälle gezählt, bei denen es 33 Tote und 2220 Verletzte gab. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) gibt Tipps, wie man durch richtiges Verhalten bei einem Notfall die Schäden so gering wie möglich halten kann.

Die VZS gibt Tipps, wie man sich nach einem Verkehrsunfall verhalten sollte.
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Die VZS gibt Tipps, wie man sich nach einem Verkehrsunfall verhalten sollte. - Foto: © shutterstock

„Erste und wichtigste Regel im Falle eines Verkehrsunfalls ist es, möglichst Ruhe zu bewahren“, so Walther Andreaus, Geschäftsführer der VZS.

Die Unfallstelle sei unverzüglich abzusichern: Warnblinkanlage einschalten, Sicherheitsweste anziehen und das Warndreieck in mindestens 50 Metern Entfernung aufstellen. Die Gefahrenzone sollte verlassen und die Rettungskräfte benachrichtigt werden. Dafür steht die einheitliche Notrufnummer 112 zur Verfügung.

Erste Hilfe leisten

Wenn es Verletzte gibt, muss Erste Hilfe geleistet werden, so die VZS. „Wer geschult ist, wird Atmung und Puls kontrollieren, den Verletzten in die stabile Seitenlage bringen, Blutungen stillen usw. Ungeschulte leisten hingegen psychologische Hilfe, indem sie mit den Verletzten reden und Anteilnahme signalisieren, bis die Rettung kommt.“

Bei Unfällen mit kleineren Sachschäden sollten die betroffenen Fahrzeuge an den Straßenrand gefahren werden, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern.

Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug

„Sollte es zu einen Verkehrsunfall mit einem ausländischen Fahrzeug kommen, sollte trotzdem immer der europäische Unfallbericht ausgefüllt werden. Allerdings sollte dieser nur unterzeichnet werden, wenn es keine Unstimmigkeiten beim Ausfüllen gibt,“ rät Stefanie Unterweger, Versicherungsberaterin der VZS.

„Je nach Auszahlungsprozedur sind bestimmte Fristen vorgesehen, innerhalb welchen der Geschädigte die Schadenssumme ausbezahlt bekommen muss.“ Wenn diese nicht eingehalten werden, kann eine Beschwerde bei der Versicherungsaufsichtsbehörde Ivass eingereicht werden.“

Kostendeckung bei Unfällen

Wer einen Unfall mit Totalschaden erlitten hat, tue gut daran, sich genau zu informieren, welche zusätzlichen Kosten von der Versicherung übernommen werden müssen. So stehen dem Geschädigten abgesehen vom Fahrzeugwert auch die Kosten des Abschleppdienstes, jene für die Verschrottung des Fahrzeuges, die angefallenen Kosten für das Parken, die Zahlung der Autosteuer für den nicht gegossenen Zeitraum, die Anmeldekosten eines neuen Fahrzeuges sowie in manchen Fällen die Kosten für ein Ersatzauto zu.

stol

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