Mittwoch, 04. Mai 2016

Verleumdung: Hauptverfahren gegen Durnwalder

Weil er den Staatsanwalt am Bozner Rechnungshof vor laufenden Kameras der Lüge bezichtigt hatte, muss Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder sich nun in Mantua in einem Hauptverfahren verantworten.

Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder
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Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder

Der Fall geht auf die Ermittlungen rund um den Sonderfonds zurück. Im März 2013 hatte die italienische Tageszeitung „Il Fatto Quotidiano“ darüber berichtet, dass Beamte von Staatspräsident Giorgio Napolitano Druck auf den regionalen Rechnungshof ausgeübt hätten, damit dieser bei den Sonderfonds-Ermittlungen gegen Durnwalder zurückhaltender sei. Die Zeitung berief sich dabei auf ein Mail, das Schülmers an rund 500 Richter in ganz Italien verschickt hatte.

Tags darauf platzte Durnwalder nach der Pressekonferenz der Landesregierung der Kragen. Vor laufenden Kameras bezichtigte er Schülmers, Lügen über ihn zu verbreiten. Zudem sei der Staatsanwalt im Laufe seiner Karriere bereits einmal eines Amtes enthoben worden. In der Folge hatte Robert Schülmers wegen übler Nachrede mittels einem Medium eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft gemacht.

Dabei bezog sich der Staatsanwalt im Speziellen auf ein Interview, das in der italienischen Tageszeitung „Alto Adige“ abgedruckt wurde. Zumal die Zeitung in Mantua gedruckt wird, mussten sich die Richter des dortigen Landesgerichtes mit dem Fall befassen. Diese haben nun entschieden, dass Durnwalder sich in einem Hauptverfahren dafür verantworten muss.

em

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Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des Tagblattes „Dolomiten“

stol